Gradierwerk: Ab sofort gibt es Erinnerungsstücke als Präsentbox

+
Stefanie Kneer, Dr. Oliver Schmidt, Antonius Bahlmann, Sebastian Sauerland, Carla Klenter, Michael Balzer, Markus Werny und Hubertus Topp (von links) stellten die Unikate aus dem Dornstein des alten Gradierwerks vor. Die Souveniers werden in den Bördewerkstätten hergestellt. 

Bad Sassendorf - Seit Monaten ist das Gradierwerk im Bad Sassendorfer Kurpark verschwunden. Doch dank der Initiative der Gemeinde Bad Sassendorf und der Kooperation mit der Klevinghaus-Werkstatt in Soest wird die Erinnerung an das 68 Jahre alte Bauwerk weiterleben.

Ab sofort gibt es die einzigartige Bruchstücke aus dem versteinerten Schwarzdorngeäst der alten Saline für 7,50 Euro zu kaufen.

Ein geringer Betrag in Anbetracht des historischen und gesellschaftlichen Werts. Die Unikate werden mit einem Zertifikat versehen und in einer Präsentbox angeboten. Ursprung der Idee ist es, den Besuchern und Anwohnern eine Art „Überbrückung der gradierwerksfreien Zeit“ zu bieten. 

Maximal 1 500 dieser Boxen werden exklusiv im „Haus des Gastes“,in den Westfälischen Salzwelten und in der Soletherme erhältlich sein. Die Zertifikatsnummer berechtigt zudem zur Teilnahme an einem Gewinnspiel der Gemeinde. 

Zu gewinnen gibt es fünf mal zwei Tickets für ein Brunch mit dem Bürgermeister und der Salzprinzessin auf der künftigen Aussichtsplattform des neuen Gradierwerks. Die Auslosung wird kurz vor der voraussichtlichen Fertigstellung des neuen Gradierwerks im Februar 2019 stattfinden. 

Produziert werden die Erinnerungsstücke mit viel Liebe in der Klevinghaus-Werkstatt unter der Trägerschaft der evangelischen Perthes-Stiftung. Nach der Anlieferung des Rohstoffs in großen Gitterboxen wird er von den Werkstattleitern zu passenden Bruchstücken verarbeitet. 

Danach klebt Carla Klenter den Dornstein sorgsam auf das Schaumstoffkissen der Präsentbox. Eine Arbeit, die ihr sichtlich Spaß bereitet und die Fantasie immer wieder aufs neue anregt. „Dieses Stück sieht aus wie ein Herz“, freut sie sich, als sie den Verantwortlichen stolz ihre Arbeit zeigt. 

Einer der vier Werkstattleiter, Michael Balzer, freut sich über den Auftrag der Gemeinde. Er sei etwas ganz Besonderes für seine Schützlinge und zeige, dass die Mitarbeiter trotz des Spagats zwischen Fördern und Fordern den industriellen Anforderungen gerecht werden können. 

Auch Dr. Oliver Schmidt, Leiter der Westfälische Salzwelten, ist zufrieden mit der Zusammenarbeit. Er schätzt besonders den regionalen und sozialen Bezug, der von Anfang bis Ende in den Dornstein steckt. „Es wird wahrscheinlich nicht die letzte Zusammenarbeit sein“, stellt Schmidt in Aussicht. (PV)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare