Gewerbesektor in Bad Sassendorf wächst zaghaft

+
Das Gewerbegebiet Lohner Klei-Süd (unten im Bild) ist aus den Salamanca Barracks hervorgegangen, inzwischen strebt die Gemeinde den Lückenschluss mit dem Lohner Klei Nord (oberes Bilddrittel rechts) an.

Bad Sassendorf – Als gefragter Kurort ist Bad Sassendorf seit dem 19. Jahrhundert zunehmend auf das Gesundheitswesen ausgerichtet, doch in den vergangenen Jahren war auch bei den sonstigen Gewerbebereichen ein zaghaftes Wachstum festzustellen. 

Für die Dominanz des Gesundheitswesens stehen heutzutage die Saline-Kliniken Quellenhof, am Hellweg mit Haus Rosenau und am Lindenplatz sowie die Klinik am Park, die Klinik Weisengrund und die Kinderfachklinik.

Andere Gewerbezweige waren neben dieser „weißen Industrie“ eher untergeordnet, dies scheint sich in den vergangenen Jahren aber etwas geändert zu haben, eine stärkere Ausrichtung auf diesen Bereich ist zudem an den Bestrebungen um die Erweiterung des Industriegebiets im Lohner Klei ablesbar.

Der Bausektor boomt

Dass sich die Gewerbebereiche neben dem Gesundheitssektor in den vergangenen Jahren etwas verbessert haben, zeigt das Gewerbesteueraufkommen. Bereinigt um Einmaleffekte lag das Aufkommen gemäß den Zahlen der Gemeindeverwaltung 2015 bei 1,38 Millionen Euro, 2016 stieg das Aufkommen auf 1,47 Euro, 2017 lag der Wert bei 2,23 Millionen Euro und 2018 waren es 2,68 Millionen Euro. 

Natürlich muss bei diesen Zahlen bedacht werden, dass vor allem der Bausektor seit Jahren gehörig boomt, gemäß den Zahlen von Wirtschaftsförderer Matthias Arndt hat sich die Zahl der in Bad Sassendorf ansässigen Gewerbebetriebe im vergangenen Jahr durchaus zugenommen. 

Mehr Gewerbeanmeldungen als -Abmeldungen

Demnach gab es im vorigen Jahr 75 Gewerbeanmeldungen bei 57 Abmeldungen. Unterm Strich hat die Zahl somit um 18 Betriebe zugenommen. Wenngleich Bürgermeister Dahlhoff einschränkt, dass sich aus den Zahlen nur begrenzt Rückschlüsse auf grundlegende wirtschaftliche Entwicklungen ziehen lassen. 

Zum einen erfasse die Statistik auch Kleingewerbe inklusive Photovoltaik-Anlagen. Und zum anderen erfolgten die Gewerbeabmeldungen nicht immer unmittelbar. In Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels, so Dahlhoff, sei der positive Saldo aus An- und Abmeldungen gleichwohl eine erfreuliche Tendenz für die Gründungstätigkeit. 

Mehr Steuereinnahmen und mehr Arbeitsplätze

Erfreulich sei im Ergebnis auch, dass durch die gute Wirtschaftsentwicklung in der Gemeinde nicht nur mehr Steuereinnahmen zu verzeichnen seien. 

Zugleich seien vor Ort auch neue Arbeitsplätze entstanden. So wurden am Arbeitsort Bad Sassendorf im Jahr 2015 zum Stichtag 31. Dezember 2722 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte registriert. Genau ein Jahr später waren es 2750, und Ende 2017 waren es 2821 Beschäftigte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare