Corona: So will Bad Sassendorf der Wirtschaft helfen

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Blick in die menschenleere Fußgängerzone: Inhaber heimischer Gewerbebetriebe machen sich Sorgen. Wie geht es weiter? Vernichtet Corona ihre Existenz?

Bad Sassendorf – Corona schwächt die heimischen Betriebe – ein herber Schlag für die vom Fremdenverkehr geprägte Wirtschaft Bad Sassendorf, da die Einnahmen auf unbestimmte Zeit wegbrechen. Deshalb wird sich die Politik in der nächsten Woche mit der Frage beschäftigen, wie die Gemeinde angesichts der zu erwartenden dramatischen Umsatzeinbußen in der Not helfen kann.

Die Bürgervertreter sprechen über Gewerbe-Entlastungspakete: Das öffentliche Leben ruht weitgehend, viele Türen sind geschlossen, die Häuser dicht, und es herrscht gähnende Leere. Was heute noch aktuell ist, kann morgen schon längst überholt sein. Niemand weiß, was noch kommt und wie lange das neue Virus mit all seinen Folgen die Gesellschaft im Griff habe.Die Entwicklung verläuft weiterhin sehr dynamisch, betont Bürgermeister Malte Dahlhoff. Er hatte schon im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus vor wenigen Tagen Unterstützung angekündigt, um die weitreichenden Auswirkungen abzufedern. 

Dazu soll zunächst die Verschiebung der Hebetermine für Fremdenverkehrsbeitrag und Gewerbesteuer zählen. Hier solle ein vereinfachtes Verfahren reichen, ein Zwei-Zeiler genüge, so Dahlhoff. Die ersten Betriebe, die diese Möglichkeit in Anspruch nehmen möchten, um durch Aufschub und Stundung etwas Zeit zu gewinnen, hätten sich auch schon im Rathaus gemeldet. Ein weiterer Schritt: Die Werbegroschenaktion soll verlängert werden. In der Hauptumbauphase von Kurpark und Börde-Therme waren die unmittelbar vom Tourismus abhängigen Unternehmen von den Kosten befreit worden, das soll nun auch für das laufende Jahr gelten. 

Das ist der Stand von Mitte des Monats, inzwischen hat sich die Welt rasant weitergedreht, so dass die bislang erwogenen Maßnahmen nicht mehr ausreichen dürften. Deshalb werden die Politiker über den Vorschlag der Verwaltung beraten, den Fremdenverkehrsbeitrag für 2020 auszusetzen. Betriebe und Arbeitsplätze Der im aktuellen Haushalt eingeplante Betrag von rund 250 000 Euro würde damit zur Disposition stehen. 

Dazu heißt es in der Vorlage für die Sitzungen von Haupt- und Finanzausschuss sowie Gemeinderat: „Auf diese Weise sollen auf örtlicher Ebene die Unterstützungsangebote von Bund, Land und Finanzsektor flankiert werden, um den Fortbestand von möglichst vielen Betrieben und Arbeitsplätzen zu ermöglichen und die Einzigartigkeit des Wirtschaftssektors zu bewahren.“ Derzeit sei noch nicht abzusehen, dass auf örtlicher Ebene Entlastungspakete speziell für Bürger erforderlich seien, um die Folgen von Corona aufzufangen.

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