Gerätehäuser: Saugrüssel sorgen für saubere Luft

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Andreas ter Horst demonstriert, wie die Saugrüssel vor der Einfahrt ins Gerätehaus auf den Auspuff geschoben wird.

Bad Sassendorf – Dieselabgase miefen nicht nur sehr unangenehm, sie sind auch gesundheitsschädlich. Deshalb müssen in den Fahrzeughallen der Feuerwehren Vorkehrungen geschaffen werden, und die Gemeinde sieht sich hier auf einem guten Weg. Für elf Fahrzeuge in mehreren Gerätehäusern wurde die Absaugvorrichtung modernisiert, besonders umfangreich waren diese Arbeiten im Gerätehaus Bad Sassendorf mit sechs Fahrzeugen.

Die Saugrüssel, die auf die Auspuffrohren der Fahrzeuge geschoben werden, hängen nun von der Decke herab. Vorher erfolgte die Abgasabsaugung durch Rohre, die in den Boden führten. Dies war wegen der damit verbundenen Stolperfallen jedoch mit einer hohen Unfallgefahr verbunden, erläutert Andreas ter Horst von der Abteilung Hoch- und Tiefbau der Gemeinde. 

Aber auch aus anderen Gründen haben es die Saugrüssel in sich. Sensoren registrieren, wenn ein Fahrzeug gestartet wird, dadurch wird das Absauggebläse gestartet. Fährt das Fahrzeug aus der Halle, folgt der Rüssel über eine Umlenkrolle, die in einer Schiene läuft. An einem bestimmten Punkt wird die Absaugung automatisch abschaltet, der Rüssel selbst rutscht von alleine vom Auspuff. 

Recht viel Hightech für ein einfaches Problem, die Unfallverhütungsvorschriften für die Freiwilligen Feuerwehren sind jedoch ebenso streng wie die für die Berufsfeuerwehren, berichtet Gemeindewehrführer Ralf Suckrau. 

Neben der neuen Abgasabsaugung wurden im Gerätehaus in Bad Sassendorf in den vergangenen Jahren neue, nach Geschlechtern getrennte Sanitäranlagen inklusive Behindertentoilette eingerichtet. Der Schulungsraum wurde neu ausgestattet, ein neuer Parkplatz für die Kameraden im Einsatz wurde angelegt und bereits vor einigen Jahren wurde die Leitstelle modernisiert. Alles in allem summieren sich diese Maßnahmen zu rund 150.000 Euro, rechnet ter Horst vor. 

Nach seiner Einschätzung ist das Gerätehaus an der Eichendorffstraße mit seinen sechs Fahrzeugen gut aufgestellt, erklärte Bürgermeister Malte Dahlhoff. Insgesamt sei für elf Fahrzeuge eine moderne Abgasabsaugung eingerichtet worden. Weitere Investitionen gemäß Brandschutzbedarfsplan zeichnen sich jedoch schon ab. Für die nächste Ratssitzung am 24. Juni steht der Beschluss über die Umbauten der Gerätehäuser in Weslarn und Neuengeseke auf der Tagesordnung, um dort jeweils eine Trennung nach Schwarz-Weiß-Bereichen einzurichten.

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