Gemeinderat beschließt Konzept

Bad Sassendorf will regionale Energie mit mehreren Initiativen fördern

Das Blockheizkraft am Thermalbad in Bad Sassendorf.
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Das Blockheizkraft am Thermalbad in Bad Sassendorf.

Die Gemeinde als Motor für eine regionale Energieerzeugung: Diese Idee steckt hinter dem Beschluss der Sassendorfer Politik, die Gemeindewerke mit der Entwicklung eines entsprechenden Konzepts zu beauftragen.

Bad Sassendorf – Die Gemeinde als Motor für eine regionale Energieerzeugung: Diese Idee steckt hinter dem Beschluss, die Gemeindewerke GmbH mit der Entwicklung eines entsprechenden Konzepts zu beauftragen. Jetzt stellte Kämmerer Karl-Heinz Ricken als Geschäftsführer der Gemeindewerke das Ergebnis im Gemeinderat vor.

Ziel war demnach die Erarbeitung eines übergreifendes Gesamtkonzepts, mit dem bestehende Potenziale aktiviert werden sollen. Die Umsetzung der künftigen Einzelprojekte könnte durch interessierte Einrichtungen oder Einwohner erfolgen, denkbar sei auch der Beitritt zu Genossenschaften oder die Gründung einer solchen.

Ein wesentlicher Effekt des Energiekonzeptes soll die Verminderung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes in die Atmosphäre sein. Die Erhöhung der Effizienz von Energieverteilungssystemen und die verstärkte Nutzung regenerativer Energien sind mögliche Mittel.

Daher soll das regionale Energiekonzept drei Bereiche umfassen, nämlich die Energieerzeugung und -vermarktung, ebenso die Wärmeerzeugung und -vermarktung und die Mobilität. Windkraft, Photovoltaik, Blockheizkraftwerke, Biogasanlage oder Anlagen zur Kraft-Wärme-Koppelung könnten Möglichkeiten sein, das Ziel zu erreichen, erläuterte Ricken.

Das regionale Energiekonzept sei letztlich der Startschuss zu einem langen Marathon, ergänzte Bürgermeister Malte Dahlhoff. Dabei gelte es, auch zukünftige Entwicklungen aufzugreifen. So werde der Stromverbrauch voraussichtlich steigen, wenn die Elektromobilität weiter zunimmt. Das Konzept sei ein erster Aufschlag.

Seitens der Ratsfraktionen wurde das Konzept generell positiv bewertet. Kurt Fandrey (SPD) mahnte allerdings auch, dass Vorsorge getroffen werden muss, keine Überkapazitäten an Strom zu produzieren, die dann ohne Erlös ins Netz eingespeist werden müssen. Der Bürgermeister bestätigte dies, erklärte aber auch, dass beispielsweise durch Wasserstoffspeicher neue Lösungen gegeben seien. Bezüglich technischer Lösungen gebe es eine Menge an Bewegung.

Zustimmend zu dem Energiekonzept äußerte sich Tanja Deichmann (Grüne). Dies entspreche schließlich dem Wahlprogramm ihrer Partei.

Zufrieden mit der Entwicklung zeigte sich auch Reinhold Häken (CDU), der an die Gründung der Gemeindewerke erinnerte. Später habe man angeregt, dass die Gemeindewerke sich weiter entwickeln müssten.

Dass daraus gleich ein ganzes Energiekonzept geworden ist, sei umso erfreulicher. Wichtig sei bei den Lösungen, die auf dieser Grundlage angeschoben werden sollen, dass sie wirtschaftlich auskömmlich sein müssen. Die Nutzung der Windkraft im Süden der Gemeinde könnte eventuell eine Lösung sein.

Häkens Fraktionskollege Frank Trockels ergänzte, dass die Nutzung von Windkraftanlagen angesichts der damit verbundenen Emissionen auch positiv vermittelt werden kann. Das Thema „Grüne Gemeinde“ sei auch für das Kurortmarketing interessant.

Mit dem einstimmigen Beschluss des regionalen Energiekonzepts fängt allerdings die eigentliche Arbeit erst an. Das sah auch Ingo Schremmer (FDP) so: „Inhaltlich ist das Ganze noch relativ weich, das werden wir noch weiter ausarbeiten müssen.“

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