Die ganze Vielfalt der Berufswelt

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Berufseinblicke ganz praxisnah: Geselle Marvin Mertens, Bäckermeister Berthold Giepen und die Auszubildende Annalena Dröllner von der Bäckerei Steinhoff stellten Ausbildungsmöglichkeiten vor und lieferten leckere Kostproben.

Bad Sassendorf - Die Erste Auflage der Ausbildungsmesse Bad Sassendorf am Freitag hat sich als Volltreffer erwiesen, rund 350 Schüler schauten sich auf der Messe um.

Lehre und Meisterausbildung, duale Studiengänge oder der Besuch von Fachhochschule oder Universität: Nach dem Schulabschluss gibt es viele Wege ins Berufsleben – und es gibt eine erstaunliche Bandbreite an Berufen vom traditionellen Handwerk bis zu hochspezialisierten Technikexperten. Über all diese Fassetten informierte am Freitag die erste Auflage der Ausbildungsmesse Bad Sassendorf.

Premiere gelungen: Davon zeigten sich die Organisatoren der Messe im Verlauf des Tages überzeugt. Neben 220 festen Anmeldungen von Schülern der INI-Gesamtschule stand die Ausbildungsmesse auch den Oberstufen der Soester Gymnasien offen, berichtete Schulleiterin Armgard Steinbrück. Insgesamt sei daher ohne weiteres mit 350 Schülern auf der Messe zu rechnen: „Man kann schon jetzt sagen: Das ist ein Erfolg.“ Das wird offenbar auch von der Agentur für Arbeit so gesehen, daher werde nun der Vorschlag geprüft, die Bad Sassendorfer Ausbildungsmesse abgestimmt mit den Ausbildungsmessen in Lippstadt und Soest durchzuführen, so die Rektorin.

Seitens der Gemeinde betonte Bürgermeister Malte Dahlhoff die Bedeutung der Ausbildungsmesse. Das Thema Berufsorientierung sei enorm wichtig. Das unterstrich auch der Bad Sassendorfer Wirtschaftsförderer Matthias Arndt, der die Messe in Zusammenarbeit mit der INI-Gesamtschule organisiert hat.

Der Mix aus Vorträgen, Informationsständen und praktischen Vorführungen kam bei den jungen Leuten augenscheinlich an. Gerade auch die heimischen Betriebe hätten sich sehr engagiert an der Messe beteiligt, sagte Arndt. So stellten beispielsweise die Malerbetriebe Engelkemeier und Brune ihr Handwerk an einem gemeinsamen Stand vor, ebenso machten es die Sanitärfachbetriebe Jäschke und Barella. Einblicke in das Bäckerhandwerk – leckere Kostproben inklusive – lieferte die Bäckerei Steinhoff in der Lehrküche der Schule. Kaufmännische Berufe, Pflegeberufe, Fachhochschulen, Gastronomie und Verwaltungsberufe wurden in der Mensa vorgestellt. Die Palette reichte hier von der Kreisverwaltung über das Maritim-Hotel, Sport Lobenstein, Seniorenheime, Polizei, Bundeswehr und Finanzverwaltung bis hin zu dem Stand von Aldi Nord.

„Gerade das Handwerk bietet viele Chancen“

Das Thema Nachwuchs, zeigten die Gespräche, treibt viele Betriebe um. Gerade im Bereich Handwerk werden Auszubildende bisweilen dringend gesucht. Doch gerade die klassische Lehre kann auch heute noch gegenüber Studium oder Dualer Ausbildung ein attraktiver Weg sein, betonte beispielsweise Markus Schulze aus Weslarn, selbstständiger Meister und geprüfter Restaurator im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk. Nach der Lehre seien viele verschiedene Wege von der Meisterschule bis hin zur Selbstständigkeit denkbar. „Das ist vielen Jugendlichen gar nicht klar, es wird zu wenig kommuniziert, welche Möglichkeiten das Handwerk bietet.“

Abgerundet wurde die Messe um diverse Vorträge, hier ging es auch um ganz praktische Hinweise, etwa zum Schreiben von Bewerbungen und über die Teilnahme an einem Assessment-Center.

Den Schülern bot sich jedenfalls eine enorme Bandbreite an Ausbildungswegen, die Entscheidung, welchen sie einschlagen wollen, liegt jetzt bei ihnen.

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