Gaby Kuhne ist neue Ortsheimatpflegerin in Sassendorf

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Mit der Ernennungsurkunde und einem Strauß Blumen begrüßte Bürgermeister Malte Dahlhoff Gaby Kuhne als neue Ortsheimatpflegerin für den Zentralort. Zugleich bedankte sich Kreisheimatpfleger Norbert Dodt (vierter von links) mit einem Präsent beim scheidenden Ortsheimatpfleger Volker Kneisel. Dabei waren auch (von links) die Ortsheimatpfleger Axel Droste (Lohne), Gerda Wunsch-Hunecke (Ostinghausen) und Bernhard Schmidt (Weslarn) sowie (hinten von links) Ulrike Schulze-Sieblinghoff (Beusingsen) und Ulrich Dalhoff (Bettinghausen).

Bad Sassendorf - Dönekes und Geschichten zur Entwicklung des Kurorts kennt sie reichlich, darauf will Gaby Kuhne  neue Ortsheimatpflegerin  für den Zentralort aufbauen. Gleichzeitig wurde ihr Vorgänger Volker Kneisel mit Dank für sein Engagement verabschiedet.

Wenn es um Bad Sassendorf geht, kann Gaby Kuhne jede Menge Anekdoten bis hin zu den Zeiten ihrer Kindheit aufbieten: 

Wie es damals im Bereich der Weststraße noch Felder gab und der Bauer zum Pflügen kam. 

Oder wie ein Berufskollege seine Kühe zu der Weide an der Hepper Höhe trieb, unbekümmert darum, dass die Anwohnerstraßen voll gekleckert wurden mit den Hinterlassenschaften der Tiere. 

Oder wie sie als Kinder auf den Spielplatz des Kinderkurheims St. Agnes schlichen und dort spielten, bis die „Nönneken“ kamen und sie vertrieben. 

In Bad Sassendorf geboren, dem Ort, selbst während des Studiums in Bochum und Bielefeld, mit Hauptwohnsitz stets verbunden: Das dürfte eine gute Grundlage sein, um die Belange der Ortsheimatpflege zu bearbeiten. Und so erhielt Gaby Kuhne jetzt als Nachfolgerin von Volker Kneisel als neue Ortsheimatpflegerin ihre Ernennungsurkunde. 

Ihr Vorgänger hatte das Amt im Alter von 72 Jahren im Januar 2014 nach dem plötzlichen Tod von Ernst H. Wulfert übernommen, und Kneisel hatte stets betonte, dass das Amt nach einiger Zeit in jüngere Hände gelegt werden sollte. 

Jetzt war es so weit, nach fünf arbeitsreichen, aber auch erfolgreichen Jahren. Im Rückblick verwiesen Kneisel und Bürgermeister Malte Dahlhoff auf viele erfolgreiche Aktionen Kneisels. Der Einsatz für ein Denkmal zu Ehren der Hebamme Johanna Volke ist zu nennen, ebenso der Kalender Bad Sassendorfer Metamorphosen oder die Fragen des Denkmalschutzes rund um den Lohof und Haus Lüsse im Lohweg 22. 

Hinzu kommen etliche Aufsätze und literarisch dargestellte Heimatgeschichte, so etwa ein Theaterstück über den Sassendorfer Karnevalsverein „Die Narrenkappe“, der in den Jahren um 1905 seinem jecken Treiben nachging. 

Geschichten schreiben, wie Kneisel dies kann, werde sie sicher nicht, erklärte Gaby Kuhne. Die 65-jährige frühere Lehrerin am evangelischen Gymnasium in Lippstadt sieht einen Schwerpunkt eher im Archivieren. Das Sammeln mündlich erzählter Geschichten und Anekdoten rund um den Kurort könnte somit ein Tätigkeitsfeld werden. 

Wie vielseitig Heimatpflege sein kann, betonte auch Bürgermeister Malte Dahlhoff. Sei der Begriff früher eher mit Folklore verbunden worden, werde er heute viel lebendiger aufgefasst. Die Ortsheimatpflege sei ein Amt, in dem man vieles bewegen und viele unterschiedliche Dinge kennen lernen könne. 

Zugleich danke der Bürgermeister Kneisel dafür, dass er vor fünf Jahren so spontan die Nachfolge Wulferts angetreten hatte. Dem Dank schloss sich Kreisheimatpfleger Norbert Dodt an. Kneisel habe auch schon vorher einiges in Sachen Heimatpflege geleistet. Zudem sei er ein Beispiel dafür, wie jeder Ortsheimatpfleger eigene Schwerpunkte setzen kann. 

Das Engagement Kneisels würdigte der Westfälische Heimatbund zudem mit einer Ehrenurkunde, die Dodt anlässlich der Verabschiedung überreichte.

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