Frische Fassade und neue Terrasse: Weitere Details für die Sanierung des Tagungszentrums festgelegt

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Die alte Terrasse am Tagungszentrum soll durch eine neue ersetzt werden.

Bad Sassendorf – Die „inneren Werte“ des Tagungszentrums mit Erneuerung der Saaldecke mitsamt Beleuchtung und Medientechnik sind in vielen Bereichen bereits erneuert, die fürs laufende Jahr geplanten Maßnahmen werden bald dafür sorgen, dass auch das äußere Erscheinungsbild komplett aufgefrischt wird. Diesen Stand der Maßnahmen erläuterte Bautechniker Vrej Zakaryan von der Gemeindeverwaltung jetzt im Bauausschuss.

Unstrittig und bereits beschlossen ist die Erneuerung der Außenfassade, indem die Fenster mitsamt Brüstung und Attika aus Beton durch eine Pfosten-Riegel-Konstruktion ersetzt werden. Die Abbrucharbeiten sind in den Osterferien vorgesehen, danach soll die neue Fassade aus Glas und Metall eingebaut werden. Bis August sollen diese Arbeiten bei laufendem Betrieb fertig sein. Erforderlich ist dafür der Aufbau eines Gerüstes mitsamt Umhüllung durch Folie. 

Zu erörtern war im Bauausschuss der Neubau der Terrasse. Das alte Exemplar mitsamt den Treppen aus Beton ist abgängig, für die Durchführung großer Tagungen mit etwa 300 Besuchern werde eine Terrasse jedoch benötigt, um für das Catering ein Zelt aufzustellen, berichtete Britta Keusch, die Geschäftsführerin des Tagungszentrums. Für diesen Zweck sollte die Terrasse zwecks Lenkung der Besucherströme zwei Zugänge zum Gebäude haben. 

Kostenentwicklung positiv

Der Ausschuss sprach sich deshalb einmütig für den Bau einer rechtwinkligen Terrasse an der nordöstlichen Seite des Tagungszentrums aus. Um Vandalismusprobleme zu vermeiden, soll die auf Pfosten stehende Terrasse keine Außentreppe erhalten. Überdacht werden soll der Außenbereich mit einem Sonnenschutz aus Metall mitsamt einem zusätzlichen Wettersegel. Angeregt wurde jedoch, einen entsprechenden Wind- und Wetterschutz von der Seite zu bedenken. Daher sind die Planungen zu diesem Punkt noch nicht abgeschlossen. 

Von großem Interesse ist natürlich die Kostenentwicklung. Für die Terrasse inklusive Sonnenschutz und Wettersegel sind 180 000 Euro angesetzt, 60 000 Euro weniger als die Kostenschätzung von 2018 ergeben hatte. Auch die Gesamtkosten für die laufende erneuerung des Tagungszentrums dürften nach den Berechnungen Zakaryans geringer ausfallen. Geschätzt waren ursprünglich Kosten von 1,675 Millionen Euro brutto, nach aktueller Planung werden etwa 1,592 Millionen Euro fällig. 

Einige Punkte wie die neue Medientechnik waren zwar teurer als geschätzt, andere fielen jedoch günstiger aus, so etwa die energetische Erneuerung der Belüftung, die Instandsetzung der Gebäudetechnik und, wie beschrieben, der Neubau der Terrasse.

Die Bedeutung des Tagungszentrums für den Ort

Die sukzessive Erneuerung des gut 40 Jahre alten Tagungszentrum begann bereits 2012 durch die Sanierung des Flachdachs über dem großen Saal. Die jetzt laufenden Maßnahmen wurden im Grundsatz im Oktober 2016 beschlossen. 

Das Tagungszentrum mitsamt der Sparte Erlebnismuseum Westfälische Salzwelten benötigt zwar eine jährliche Finanzsspritze durch die Gemeinde, nach Einschätzung von Politik und Verwaltung ist es jedoch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für den Ort, indem zusätzliche Kaufkraft generiert wird. 

Gemäß vorläufigem Wirtschaftsplan muss die Gemeinde 2020 einen Deckungsbeitrag von 497.000 Euro aufbringen, 2021 sollen es laut Planung 485.000 Euro und in den Folgejahren jeweils 450.000 Euro sein. Nach Schätzungen liegt die zusätzlich generierte Kaufkraft auf der Grundlage aller Veranstaltungen jedoch bei deutlich mehr als einer Millionen Euro.

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