Gemeinde führt neue Formen der Urnenbestattung ein

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Die über Ecke aufgestellten Urnenwände werden seit kurzem ebenfalls belegt, berichteten Fachbereichsleiter Wolfgang Stember und Hauptsachbearbeiterin Simone Lücking. 

Bad Sassendorf - Urne statt Körpergrab: Neue Bestattungsformen werden auch in Bad Sassendorf immer beliebter. Die Gemeinde hat deshalb in den vergangenen Monaten auf dem Friedhof Alleestraße, auf dem ohnehin keine Körperbestattungen mehr vorgenommen werden, neue Bestattungsformen für Urnen geschaffen. Die Errichtung von kolumbarienartigen Urnenwänden bildete den letzten Schritt.

Obwohl das Umfeld der Urnenwände noch gar nicht komplett fertig ist, haben hier seit Anfang August bereits drei Beisetzungen stattgefunden, berichten Simone Lücking und Wolfgang Stember von der Gemeindeverwaltung. 

Die vorerst drei Urnenwände bieten 20 Nischen, in denen jeweils zwei Urnen oder drei Aschebehälter Platz finden können. Sofern die Nachfrage entsprechend ausfällt, können weitere Urnenstelen aufgestellt werden. 

Ergänzt werden soll diese Anlage noch um eine Hecke, die bei dem aktuell heißen Wetter aber noch nicht gepflanzt werden kann, so Fachbereichsleiter Stember. Die Abschlussplatten der Nischen können zudem mit Inschriften mit Angaben zu den Verstorbenen versehen werden. 

Neben den Urnenwänden, die in der südöstlichen Ecke des Friedhofs aufgestellt wurden, hat die Gemeinde auf dem Friedhof Alleestraße mit den eingefassten Wahlgrabstätten, dem Schmetterlingsfeld und der Bestattung am Baum weitere Bestattungsmöglichkeiten für Urnen geschaffen. Das Schmetterlingsfeld und die Bestattung am Baum werden jeweils durch steinerne Stelen ergänzt, auf denen Plaketten mit den Namen der Bestatteten angebracht werden können. 

Auch diese neuen Angebote werden gut angenommen, berichtete Simone Lücking. Weniger Grabpflege für die Hinterbliebenen Seit August 2017 wurden allein auf dem Schmetterlingsfeld bereits mehr als 20 Urnen beigesetzt. Am Baum haben bereits zehn Verstorbene ihre letzte Ruhe gefunden. 

Bei etwa 120 Bestattungen pro Jahr ist dies ein erheblicher Anteil. Bei anhaltend starker Belegung kann das Schmetterlingsfeld, das in der bestehenden Größe 60 bis 70 Urnen Platz bietet, erweitert werden. Die Fläche dafür ergibt sich, weil die Ruhezeiten von Reihengräbern abgelaufen sind. 

Der Trend zu Urnengräbern ergibt sich insbesondere dadurch, dass die Verstorbenen ihren Hinterbliebenen, die oft weit entfernt wohnen, keine aufwendige Grabpflege aufbürden wollen. Mit den bisherigen Erfahrungen mit den neuen Angeboten zeigte sich Stember überaus zufrieden: „Simone Lücking hat sich intensiv um die Planung gekümmert und dafür gesorgt, dass wir, wie ich meine, doch ganz attraktiv aufgestellt sind.“

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