„Förderverein für Kinder- und Jugendarbeit“ steht vor der Auflösung

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Ein Schmuckstück: Vor allem wegen des Engagements des Fördervereins für Kinder- und Jugendarbeit gilt der Spielplatz am Haullenbach als Anziehungspunkt nicht nur für die Kleinsten.

Bad Sassendorf - Ingrid Heyer ist hin- und hergerissen: Die 76-Jährige beschreitet in diesen Tagen mit der Auflösung des „Fördervereins für Kinder- und Jugendarbeit“ einen Weg, der ihr denkbar schwer fällt.

Zwar sei „eigentlich kaum noch etwas zu tun für den Verein“ und die Auflösung damit logisch, so Heyer. „Doch gleichzeitig tut es mir in der Seele weh, weil der Verein ja mein Baby ist“, so die Vorsitzende. Die Aktivitäten des Vereins begannen 2011, als Ingrid Heyer durch ihr Engagement in der BG auf die Idee kam, einen gut ausgestatteten Spielplatz in Bad Sassendorf am Haullenbach zu initiieren. 

„Ich bin damit sehr erfolgreich gewesen“, blickt die Seniorin zurück auf einen Weg, der zunächst durch Diskussionen mit dem damaligen Bauamtsleiter geprägt war („Der hat immer so auf die DIN-Normen gepocht“) und mit einem Geschenk der Gemeinde in Form einer Stehwippe auf dem Haullenbach-Spielplatz endete. 

Fehlende personelle Alternativen

„Um die anderen Spielplätze müssen wir uns eigentlich gar nicht mehr kümmern, weil die Gemeinde da sehr aktiv geworden ist und die schon sehr gut bestückt hat“, sagt Ingrid Heyer. Neben den fehlenden Aufgaben ist es vor allem die eigene Gesundheit und die fehlende personelle Alternative, die Ingrid Heyer zur Vereinsauflösung treibt. Schon während der letzten Mitgliederversammlung hatte sie angekündigt, das sie mit Ablauf ihrer Amtszeit zum 31. Dezember nicht mehr kandidieren wolle. Ein Nachfolger sei trotz intensiver Suche nicht gefunden worden. 

Deshalb sind nun alle Mitglieder zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung „zwecks Beschluss über die Auflösung des Vereins“ in das Kaminzimmer der Westfälischen Salzwelten auf Hof Haulle am Samstag, 17. November, ab 15 Uhr eingeladen. Ingrid Heyer: „Gemäß Paragraph 11 der Satzung ist dieser Beschluss notwendig, der von der Mitgliederversammlung bestätigt werden muss und deshalb möglichst vollständiges Erscheinen erfordert.“ „Ganz schlecht“ geht es Ingrid Heyer, seitdem sie auch die persönlichen Einladungen an die Mitglieder per Post verschickt hat. 

Ihre Hoffnung: Vielleicht finden sich doch noch Menschen, die den Verein mit neuem Leben erfüllen. Die Kassenlage jedenfalls sei gut; und Aufgaben zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit gebe es sicherlich auch noch viele. Ingrid Heyer: „Wer Interesse hat, darf mich gerne unter 02921/82777 anrufen“. Noch sind es ja ein paar Tage bis zum 17. November.

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