Filmaufnahmen auf der Five Star Ranch

Der Wilde Westen fängt in Ostinghausen an

Diana und John S. Royer
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Western-like in Ostinghausen: John und Diana Royer von der Five Star Ranch wirken im Film mit. 

Die Five Star Ranch in Ostinghausenist einer der Drehorte für den Film „Corona-Cowboys Powern statt versauern“.

Ostinghausen – Am Ende jeder echten Geschichte um coole Helden mit großen, breitkrempigen Hüten und spitzen Stiefeln, um sich schneller in die Steigbügel zuschwingen, reitet „Lonesome Cowboy“ still für sich der untergehenden Sonne entgegen. Weite Ebenen, die bis zum Horizont reichen und einen glutroten Himmel, das alles hat Ostinghausen zu bieten. Die Blautann-Filmproduktion um Anke und Peter Schanz entdeckte die Five Star Ranch als perfekte Location für einen Western-Dreh.

Der Titel „Corona Cowboys – Powern statt versauern“ lässt schon vermuten, dass es sich um eine eher ungewöhnliche Produktion rund um Kuhhirten und Indianer handelt.

Mit am Set als Crew vom Ahseweg, die die Stunts für die Schauspieler übernahm: Diana und John S. Royer, Elmar Lohe, Anja Huegen und Yvonne Albert. Auf der Rücken der Pferde sind sie am Samstag, 24. Juli, im Kino der Kulturscheune zu sehen. Dort läuft der Streifen zum Auftakt des Country- und Westernabends. Natürlich kommt ein aufrechter Marshall drin vor, ein raubeiniger Bandit spielt eine tragende Rolle, Kopfgeldjäger und Goldgräber mischen mit. Vorrangig geht es Peter Schanz – Drehbuch, Kamera, Regie – aber darum, vorzuführen, wie ein Film im Film entsteht und somit einen Blick hinter die Kulissen zuzulassen.

Unfreiwilliger Verzicht führte zu einer Idee, die erst einmal verrückt klingt. Denn die Pandemie brachte eine ganze Branche zum Stillstand, eine harte Zeit. Kreative, Musiker, Veranstaltungstechniker durften öffentlich nichts tun. Manche resignierten im Lockdown, andere setzten Frust in Einfallsreichtum um, so wie die 50 Enthusiasten – vom Darsteller bis spontanen Unterstützer – die sich aufmachten, ein anderthalbstündiges Roadmovie in Szene zu setzen. Sie zeigen, dass sie sich in der Krise nicht unterkriegen lassen.

Diana Royer erinnert sich noch gut an die Anfrage per Mail, die eines Tages auf der Five Start Ranch eintraf, die sie aber erst einmal nicht ernst nahm. Dann jedoch läutete das Telefon, und die Stimme am anderen Ende der Leitung habe geschildert, was genau geplant sei. Die Begeisterung des Teams habe sie sofort überzeugt mitzumachen, erzählt die Pferdewirtschaftsmeisterin. Corona habe die Künstler schwer gebeutelt und sie seien mit ihren Hilferufen zu wenig gehört worden.

Stoppelfeld

wird zur Prärie

Also wurde der Reiterhof am Ahseweg an vier Wochenenden für mehrere Stunden zum Schauplatz, ein Stoppelfeld diente als endlose Prärie, und in der Soester Börde wurde der „Wilde Westen“ lebendig. Diana Royer schlüpfte ins Indianderkostüm, als sie in der Maske saß und sich mit Schminke im Spiegel sah, hätte sie sich beinahe selber nicht erkannt.

„Corona Cowboys“ ist kein reiner Western. Vielmehr ist es ein „Making of“, das zeigen soll, wie sich Schauspieler, aber eben auch Helfer und Techniker, in schwierigen Situationen beweisen. Also agieren die Darsteller nicht nur vor der Kamera, sondern auch dahinter, denn genauso wichtig wie John Wayne oder Sitting Bull sind Assistent und Kulissenschieber. Die Aussicht auf eine spätere Präsentation des Endprodukts in heimischen Lichtspielhäusern beflügelte den Eifer zusätzlich.

Information

Mitwirkende der Five Star Ranch werden am Veranstaltungsabend (24. Juli, ab 18 Uhr) in Kostüm und mit Pferd vor Ort (Hof Haulle) sein. So bieten sich den Gästen schöne Fotomotive. Im Anschluss an den Film geht es weiter mit der Musik der Band Mavericks zum Mitsingen, Tanzen, Zuhören und Spaßhaben.

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