Feuerwelten werden Dauerbrenner - Video und Fotostrecke online

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Heiße Sache: Die Teilnehmer des Mitmach-Angebots vom Verein Feuerpädagogik scheuten das Spiel mit dem Feuer nicht.

Bad Sassendorf – Mythisch, mystisch und zugleich hochmodern: Die Feuerwelten werden zum echten Dauerbrenner.

Ob königliche Drachengeschichten, die analoge Zubereitung lukullischer Genüsse oder fortschrittliche Wasser-, Licht- und Lasershows – die dritte Auflage der Bad Sassendorfer Feuerwelten am Freitag und Samstag war unter dem Motto „Flammentanz und Feuermythen“ eine Symbiose aus alten und neuen Facetten rund um das Medium Feuer. Das neue Veranstaltungskonzept sorgte hierbei zunächst für Verwunderung – irritierte Gäste waren dann aber rasch Feuer und Flamme.

Illuminierte Gebäude, faszinierende Shows, Theateraufführungen, Workshops und Gaumenfreuden waren im dritten Jahr der Veranstaltung die Zutaten für einen gelungenen Sehnsuchtsort begeisterter Feuer-Liebhaber. 

„Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich zuerst die Bühne gesucht“, merkte ein Besucher sichtlich überrascht an. Die Nachricht, dass die Zeichen auch in diesem Jahr wieder auf Veränderung standen und sich die Feuerwelten nahezu komplett neu erfunden haben, verbreitete sich jedoch wie ein Lauffeuer. „Es ist eine Herausforderung, auch im dritten Jahr wieder vieles neu zu machen“, gestand Olaf Bredensteiner, Marketingleiter von Bad Sassendorf.

Diese Aufgabe hatte sein Team aber zur Zufriedenheit vieler Gäste gemeistert, immerhin seien knapp 90 Prozent des Angebots völlig neu: „Wir bespielen erstmals die gesamte Fläche des Hofes und haben in unserem Programm das Mystische aufgegriffen. Die Erwartungshaltung der Gäste ist hoch, aber wir können sie erfüllen und sind mit der Resonanz und dem Feedback zufrieden.“

,,Feuerwelten "2020

Am Eintrittspreis von 16 Euro schienen sich einzelne wenige Kritiker die Finger zu verbrennen, immerhin hatten sie ihren Unmut zuvor in Internet-Kommentaren geäußert. Der Marketing-Chef wollte kein Öl ins Feuer gießen, blockte die Kritik aber direkt ab: Die Feuerwelten-Besucher wüssten den Preis zu würdigen, immerhin müsse man bei einem Kinobesuch ähnlich viel Geld bezahlen, bekäme hier aber einiges mehr geboten, sagte Bredensteiner. „Und wir können den Leuten mit der Veranstaltung ganz offensichtlich besondere Momente bescheren.“

Wasser trifft Licht: Auf dem Teich ging es taktvoll zu – und irgendwie mystisch.

Während Kerzen und Lichtinstallationen an den Hausfassaden für eine besondere Stimmung im Außenbereich sorgten und die Wassershow auf dem Teich und eine Laser-Irrlichtshow am Speicher diese Atmosphäre unterstrichen, gab es auch einen Schmiede-Workshop zu entdecken. 

In der Kulturscheune zeigten die Kinder rund um Tanzlehrerin Sylvia Sauerland unterdessen ihren „Feuertanz“. Das Impro-Theater „Feuerfunken“ verstand sich im Anschluss als „Playback-Theater“ – sie griffen die Stimmung ihrer Zuschauer auf und spielten diese zurück. 

Ob eine fließende Skulptur über die Gemütslage der Besucher oder ein bunter Blumenstrauß über die auf Hof Haulle gesammelten Eindrücke: Die „Feuerfunken“ spielten nicht für sich, sondern wussten ihre Zuschauer aktiv in das Geschehen mit einzubinden.

Im Backhaus saß Ute Rabe am Spinnrad und erzählte Märchen rund um die Mythen des Feuers. Dass die Feuerfreunde des Dortmunder Vereins Feuerpädagogik für ihr Element brennen, deutet bereits der Name an. Am Wochenende teilten sie ihr Wissen und Können mit interessierten Besuchern – das sprichwörtliche Spiel mit dem Feuer blieb dabei jedoch aus: Zwar durften die Workshop-Teilnehmer ihre Hände durch die Flammen führen und das Feuer auf die Hand nehmen. Im Fokus standen aber auch die Grenzen des Menschen im Umgang mit dem Medium. Wer damit spielen wollte, musste zunächst lernen, wie Brände verhütet werden können.

Angesichts der heißen Szenen vor vielen Zuschauern scheint eines klar: Die Feuerwelten haben sich im Kurort längst als Dauerbrenner etabliert.

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