Erwitterin plant Gründung

Wer will mitmachen? Kinder für private Waldgruppe gesucht

Raika Steinmann-Heidemann sucht Eltern und Kinder, die mit ihr den Wildpark ergründen möchten.
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Raika Steinmann-Heidemann sucht Eltern und Kinder, die mit ihr den Wildpark ergründen möchten.

Tannenzapfen statt Teletubbies, Eichhörnchen statt Peppa Pig: Kindern den Wald erfahrbar und sie mit der Natur vertraut zu machen, das ist das Ziel von Raika Steinmann-Heidemann. Sie sucht Gleichgesinnte für die Gründung einer privaten Waldgruppe.

Bad Sassendorf – „Der Wald ist kein Abenteuerspielplatz, und was wir mit hineinnehmen, nehmen wir auch wieder mit raus“, betont sie als Allererstes, dass es nicht darum gehe, sich im Wald auszutoben und die Tiere zu verstören. Im Gegenteil: „Wir schauen uns den Wald an, lernen Flora und Fauna kennen und wie sich der Wald im Laufe der Jahreszeiten ändert. Eigentlich ist der Sinn immer, dass die Kinder den Wald selber erleben und erforschen und wir ihnen Respekt vor Natur und Tieren vermitteln. Rehe beobachten, ja, sie fangen, um sie zu streicheln, nein.“

Ein solches Angebot hatte die Erwitterin Raika Steinmann-Heidemann bereits in Anröchte etabliert. Durch die Pandemie fielen die Treffen lange aus. Weil ein paar Kinder nun in die Kita kommen, dünnte die Gruppe aus. Da einige ohnehin aus Soest kamen, möchte sie die Gruppe nun stärker in den Soester Raum verlegen. Geografisch liege da der Wildpark Bad Sassendorf genau richtig.

„Auf die Idee kamen wir damals, weil meine Kinder kitafrei leben“, erzählt sie. Waldgruppen gebe es vor allem im großstädtischen Bereich, wo die Kinder noch viel weniger Kontakt zur Natur haben. Für Kinder seien solche Treffen im Wald immer zugleich etwas Aufregendes und auch etwas Beruhigendes: „Auch wir Erwachsenen gehen meist schließlich zur Erholung durch den Wald. Und auch für Kinder bringt er ganz viel mit sich.“

Zunächst sei ein Treffen diese Woche angedacht, montags von 13 bis circa 16 oder 17 Uhr, damit auch Kinder, die zur Kita gehen, mitmachen können. Die Zeiten seien fließend, man könne auch später kommen und früher wieder gehen. Sollte Bedarf bestehen, könne durchaus eine zweite Gruppe eröffnet werden. Angesprochen sind Kinder ab 2,5 bis drei Jahren, die Grenze nach oben sei offen, das aktuell älteste Kind sei sechs Jahre alt. Doch betont Raika Steinmann-Heidemann: „Das ist dann keine Gruppe, in der man seine Kinder abgibt und sie betreut oder animiert werden, sondern wird geführt wie eine Eltern-Kind-Gruppe. Die Eltern bleiben dabei und sind für ihre Kinder verantwortlich.“ Inhaltlich sei man offen. Die Eltern können selber Ideen einbringen und Angebote für die Treffen vorbereiten und vorgeben, „aber es gibt ja auch bereits fertige und schöne Ideensammlungen zum Basteln mit Waldmaterial und Naturmaterial“.

Eine Kontaktaufnahme ist möglich per E-Mail unter Waldgruppe-bad-sassendorf@gmx.de.

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