Roadshow der IHK zeigt lokalem Einzelhandel ungenutzte Potenziale im Internet auf

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Geballtes Expertenwissen boten während der Roadshow (von links) Lars Bollweg von der FH Südwestfalen, Stephan Britten von der IHK Arnsberg, Theresia Mennekes von der Uni Siegen, Prof. Dr. Peter Vieregge (BiTS).

Bad Sassendorf - Wie der Einzelhandel vor Ort die Chancen des Internets nutzen kann, war jetzt Thema bei der Roadshow des Einzelhandelslabors der IHK Arnsberg im Tagungs- und Kongresszentrum in Bad Sassendorf.

Im Internet gibt es nichts, was es nicht gibt, und das setzt den stationären Einzelhandel bisweilen gehörig unter Druck. Ebenfalls die Möglichkeiten des Internets zu nutzen, ist daher eine Empfehlung. Wie das aussehen könnte und auf welchem Stand der Einzelhandel im Land sich bewegt, ist Thema des Einzelhandelslabors der IHK Arnsberg und ihrer Partner. Zur Vermittlung der Erkenntnisse an die Einzelhändler dient die Roadshow, und die machte am Donnerstag im Tagungszentrum Station. Ein Online-Shop ist auch nicht die Lösung aller Probleme, aber die digitale Welt des Internets bietet jede Menge Möglichkeiten, die gerade der Einzelhandel nutzen sollte. So lässt sich der Vortrag von Lars Bollweg zusammenfassen; der Experte vom Kompetenzzentrum e-Commerce der Fachhochschule Südwestfalen lieferte mit seinem Vortrag einen Einstieg in die Roadshow, zu der die Einzelhändler aus Soest, Möhnesee und Bad Sassendorf am Donnerstagabend in Tagungszentrum eingeladen waren. 

Ungenutzte Potenziale der eigenen Internetseite

Als Beispiele für den Einsatz digitaler Technik führte Bollweg die Warenwirtschaft, die Nutzung digitaler Verkaufskanäle, das Online-Marketing, digitale Serviceangebote oder die digitale Pflege der Kundenbeziehungen an. Ein zentraler Punkt hierzu wäre die eigene Internetseite, die haben viele Geschäfte und Dienstleister inzwischen auch, doch hier schlummern womöglich viele ungenutzte Potenziale. Nach dem Vortrag Bollwegs beschäftigten sich die teilnehmenden Einzelhändler daher an drei Aktionstischen mit diesem Aspekt. „Kenne ich die Wünsche meiner Kunden oder meiner potenziellen Kunden“, „Sichtbarkeit in der Suchmaschine – Strategien für Einzelhändler ohne Programmierkenntnisse“, „Wie sichtbar ist meine Internetseite – Messung der Marktreichweite und Liveanalyse“: Das waren die Themen, die hier mit Theresia Mennekes von der Uni Siegen, Prof. Dr. Peter Vieregge von der Business and Technology School in Iserlohn (BiTS) und Lars Bollweg von der FH Südwestfalen behandelt wurden. 

Gerade der praktische Ansatz in diesen Runden habe interessante Erkenntnisse geliefert, berichtete Matthias Arndt, Wirtschaftsförderer von Bad Sassendorf. So sei ganz konkret demonstriert worden, wie ein Einzelhändler mit im Internet frei verfügbaren Programmen seine eigene Seite auf Präsenz oder Wirksamkeit der verwendeten Schlagwörter überprüfen kann. Ebenso könne man die Seiten der Mitbewerber untersuchen und so von guten Beispielen lernen. „Das war wirklich richtig gut“, sagte Arndt. Eine Einschätzung, die von den Teilnehmern geteilt wurde. Gerade der praktische Teil an den Aktionstischen sei sehr gut gewesen, erklärte Susanne Hillebrand vom „Griffelkasten“ in Körbecke. 

„Wer schaut denn noch ins Telefonbuch?“

Zugleich bekräftigte sie, wie bedeutsam das Internet inzwischen selbst für kleine Geschäfte sei. „Wer schaut denn heute noch ins Telefonbuch?“ Eigene Homepage und soziale Netzwerke seien wichtig fürs Marketing und um eigene Leistungen und Angebote zu vermitteln. Als Beispiel für den Griffelkasten verwies Hillebrand auf den Bereich von Bewerbungsunterlagen und Bewerbungsfotos. Angesichts der Bedeutung des Themas und der Fülle an Informationen und Expertenhinweise sei allenfalls die Resonanz seitens der Einzelhändler etwas dürftig gewesen, so Hillebrand.

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