Sassendorfer vermissen die Uhr an der Sparkasse

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Der Pylon mit der Uhr stand am Parkplatz der Sparkasse.

Bad Sassendorf – Für Jahrzehnte wussten die Passanten am Lohweg/Ecke Jahnplatz auf einen Blick, was die Uhr geschlagen hat, sie mussten nur einmal zum Eingang der Sparkassenfiliale schauen. Die Uhr dort ist, weil defekt, inzwischen Geschichte, doch etliche Einwohner vermissen den Zeitmesser.

Das geht aus verschiedenen Rückmeldungen hervor, die Bürgermeister Malte Dahlhoff erreicht haben. Da gebe es den Radler, der auf dem Weg zum Bahnhof bei einem Blick auf die Uhr wusste, ob er kräftiger in die Pedale treten muss oder noch ein bisschen Zeit hat. Und auch die Wartenden an der Bushaltestelle konnten bei der Ankunft umgehend feststellen, wie lange es dauern dürfte, bis ihr Bus kommt. 

Thomas Schnabel, Sprecher der Sparkasse, bestätigt ebenfalls, dass Kunden sich mehrfach nach dem Verbleib der Uhr erkundigt haben. In den Zeiten der weit verbreiteten Smartphones eigentlich etwas verwunderlich, so Schnabel. Gleichwohl wird die Sparkasse keinen neuen Pylon mit Uhr mehr aufstellen. Dies passe nicht mehr zu dem angestrebten einheitlichen Erscheinungsbild des Geldinstituts. 

Hoffnung: Umgestaltung des Jahnplatzes

Trotzdem besteht Hoffnung, dass es im Umfeld irgendwann wieder eine öffentliche Uhr gibt, den Anstoß liefert die geplante Umgestaltung des Jahnplatzes, nachdem im vergangenen Jahr die mächtige, aber brüchig gewordene Jahnplatzeiche gefällt werden musste.

Blick über den Jahnplatz Richtung Fußgängerbrücke und Geldinstitut: Wenn im Zuge der Umgestaltung eine neue Uhr aufgestellt werden sollte, will sich die Sparkasse finanziell beteiligen.

Die Sparkasse, bestätigt Schnabel, sei bereit, für das Aufstellen einer Uhr einen namhaften Beitrag zu leisten. Die weiteren Kosten und die Wartung würde die Gemeinde übernehmen, so der Bürgermeister. Wie der Jahnplatz künftig gestaltet werden soll, ist aber noch offen, denkbar ist allerdings, dass die Fußgängerbrücke am Jahnplatz im Zuge der Umgestaltung abgerissen wird, so Dahlhoff. 

Vielen Einwohnern ist das Bauwerk ein Dorn im Auge, zumal die Brücke nur wenig genutzt werde. Hinzu kommt, dass die Brücke im Winter wegen der Gefahr von Glatteis auf der Steigung zur Brücke hoch oft vorsorglich gesperrt wird.

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