40 Paare gaben sich 2015 in Bad Sassendorf das Ja-Wort

Manuel und Franziska Gunold waren die ersten, die sich 2015 im Museum von Standesbeamtin Ute Hemmer trauen ließen. - Billecke

Bad Sassendorf - Um die Ehe ist es in Bad Sassendorf gut bestellt. Im vergangenen Jahr gaben sich 40 Paare im Kurort das Ja-Wort. Das sind fünf Hochzeiten mehr als im Jahr zuvor.

Das teilte Standesbeamtin Ute Hemmer jetzt auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die meisten Paare entscheiden sich laut Hemmer für eine Trauung auf der Hofanlage „Brinkmann unter den Bäumen“ in Lohne aus dem Jahr 1700.

Die große Deele mit einer Bauerstube samt historischen Steinquadern und altem Fachwerk sorgt für eine urige Atmosphäre. Zudem fallen dort für Braut und Bräutigam keine zusätzlichen Raumkosten an. Die Schlosskulisse des „Haus Sassendorf“ gefällt ebenfalls vielen Heiratswilligen, jedoch bieten die Räume dort nur kleineren Hochzeitsgesellschaften Platz. Hinzu kommen laut Hemmer auch terminliche Einschränkungen, da der spätbarocke Bau sich ja nach wie vor in Privatbesitz der Familie von Bockum Dolffs befindet. Der Pilgerhof in Weslarn sei für Trauungen nicht besonders gefragt.

Gelübde vor salziger Kulisse beliebt

Sich das süße Ja-Wort in salziger Umgebung zu geben, scheint bei den Sassendorfern besonders gut anzukommen. Seit August vergangenen Jahres sind Eheschließungen auch im Erlebnismuseum „Salzwelten“ möglich. Vier Paare haben an diesem außergewöhnlichen Ort bereits den Bund fürs Leben geschlossen. Und: „Auch meine erste Trauung 2016 wird in den Salzwelten stattfinden“, sagt Hemmer. In dem Museum dürfen sich die Paare den Ort für die Zeremonie selbst aussuchen. „Nur hell genug zum Lesen und Fotografieren muss es sein“, erklärt Hemmer, die seit 1996 als Standesbeamtin der Gemeinde tätig ist.

Die Eheschließungen im Kurort führt Hemmer nicht alle alleine durch. Sie hat Unterstützung von einer Vertretung. Und seit dem vergangenen Jahr können sich Bürger auch von Bürgermeister Malte Dahlhoff persönlich trauen lassen. „Er hat eine Kurzausbildung für Eheschließungen absolviert“, erklärt Hemmer. Ob ein Bürgermeister eine Ehe Kraft seines Amtes schließen darf, regelt übrigens jedes Bundesland für sich. Seine „Feuertaufe“ als Standesbeamter hat Dahlhoff bereits hinter sich gebracht, er traute 2015 ein Paar in den Westfälischen Salzwelten.

Drei Hausgeburten in 2015

Mit dem Blick auf das zurückliegende Jahr zieht das Standesamt auch bei Geburten und Todesfällen Bilanz. Auffällig: 2015 gab es in der Gemeinde insgesamt drei Hausgeburten. „Das ist wirklich viel“, sagt Hemmer. Im Schnitt kämen Hausgeburten alle ein bis zwei Jahre einmal vor.

Eine davon geht auf das Konto von Hannah Charlotte Schremmer. Die Kleine hatte es anscheinend besonders eilig und erblickte im Mai in der Neuengeseker Heide mit Hilfe eines Notarztes das Licht der Welt. Zwei Mal musste das Standesamt 2015 Beurkundungen ausstellen, weil Kinder im Ausland geboren worden waren.

Insgesamt erblickten 2015 übrigens 90 kleine Sassendorfer das Licht der Welt, im Jahr zuvor registrierte das Meldeamt 79 Geburten. 99 Menschen sind im vergangenen Jahr in Bad Sassendorf gestorben, im Jahr zuvor waren es 77. Ein Blick auf die Statistik zeigt aber, dass die Zahl der Todesfälle von Jahr zu Jahr schwankt: 2013 starben 119 Menschen.

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