Fördermittel bewilligt

Aus Gerätehaus soll Beusingsens gute Stube werden

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Da ehemalige Feuerwehrgerätehaus in Beusingsen soll zu einem Treffpunkt für den Ort werden.

Beusingsen - Gute Nachrichten für Beusingsen: Für den Umbau des früheren Feuerwehrgerätehauses zu einem „Öffentlichen Wohnzimmer“ kann die Gemeinde 44.200 Euro Fördergeld einplanen. Das sind immerhin 65 Prozent der Gesamtkosten von rund 68.000 Euro.

Von Anselm Hesper
Das Geld für das Beusingser Projekt stammt aus dem Leader-Förderprogramm der Europäischen Union. Der Vorstand der „Lokalen Aktionsgruppe Lippe-Möhnesee“ hat das Projekt jetzt als förderwürdig eingestuft. Die Restsumme soll von der Gemeinde Bad Sassendorf getragen werden. 

Nun steht noch die Genehmigung des Projekts durch die Bezirksregierung in Arnsberg aus.  Doch Vrej Zakaryan, Bautechniker der Gemeinde Bad Sassendorf, ist zuversichtlich, dass diese Hürde genommen wird: „Sobald wir fördertechnisch das Okay bekommen, können wir mit den Ausschreibungen beginnen.” Danach könne der Nutzungsänderungsantrag bei der Bauaufsicht gestellt werden. 

Für alle zugänglich und barrierefrei

 „Die Gemeinde will die Dörfer attraktiver gestalten”, sagt Beusingsens Ortsvorsteher Ulrich Windhüfel. Vor diesem Hintergrund müsse man auch die neue Nutzung des Gerätehauses betrachten. „Das 'Öffentliche Wohnzimmer' soll auf der einen Seite wohnlich, auf der anderen Seite nicht zu kompliziert sein”, beschreibt Windhüfel die planerischen Überlegungen. Das Haus soll für alle Bewohner zugänglich sein und wird barrierefrei gestaltet. So werden zum Beispiel Schiebetüren eingebaut. Der zentrale Raum des Hauses wird ein Wohnzimmer sein mit einem Tisch, Stühlen und einer Küchenzeile, an der Tee oder Kaffee gekocht werden kann. Durch große Fenster soll das Haus offen wirken und die Bewohner einladen, einmal vorbeizuschauen. Vrej Zakaryan beschreibt es so: „Da brennt doch Licht, da schau ich rein.” Es soll das Miteinander stärken und dem Leben im Dorf „noch einen Schub” geben. 

„Wohnzimmer“ soll sich Wünschen anpasssen 

Die Bewohner können das „Wohnzimmer“ selbst gestalten und ihren Wünschen anpassen. Vrej Zakaryan hofft, dass sich Gruppen bilden, die das Haus nutzen wollen, etwa zum Kartenspielen oder Stricken. Jeder soll sich dort wohl fühlen können, eben wie im eigenen Wohnzimmer. 

Zugang per Chipkarte 

Es gibt durchaus Sicherheitsbedenken, die sich aus den Plänen für ein solch offenes Haus ergeben. Der Zutritt zum Haus wird deshalb nur mit einer Chipkarte möglich sein, die jeder Beusingser Bürger erhält. Dadurch kann im Falle eines Einbruchs oder eines Diebstahls nachgeprüft werden, wer das Haus besucht hat. Einen konkreten Fertigstellungstermin gibt es noch nicht, aber Windhüfel hofft darauf, dass der Umbau im Laufe des nächsten Jahres startet.

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