Wo E-Ladestationen im Kurort wichtig werden

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Wo sollen weitere E-Ladesäulen stehen? Mit dieser Frage beschäftigten sich Bauausschuss. Dabei ging es auch um Punkte mit hohem Besucheraufkommen

Bad Sassendorf.  Points of Interest und Heatmap: Das waren zwei neue Begriffe, die Mitglieder und Zuhörer in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses lernen konnten. Denn dort, wo sich die Punkte eines besonderen Besucherinteresses auf einer kartografischen Darstellung ballen, wird der Handlungsbedarf, zum Beispiel für Ladesäulen für E-Fahrzeuge besonders deutlich. 

Wo diese Standorte in der Gemeinde liegen, erläuterte Frank Hockelmann vom Kreis Soest jetzt mit der Vorstellung des Elektromobilitätskonzepts für Bad Sassendorf. Grundlage ist ein entsprechendes Konzept, das der Kreis Soest in Zusammenarbeit mit der Hochschule Hamm-Lippstadt erstellt hat. Insbesondere seien dabei zwei Perspektiven zu berücksichtigen, so Hockelmann, nämlich zum einen die Sichtweise der Kunden und zum anderen die Frage der technischen Voraussetzungen. 

Gemäß dem Konzept steht zu erwarten, dass der Bedarf nach öffentlich zugänglichen Ladesäulen wachsen wird. Ende 2018 gab es im Kreis Soest 638 Elektrofahrzeuge, entweder als reine E-Autos oder als Plug-in-Hyvridfahrzeuge. 2025 könnten im Kreis Soest jedoch bereits 7 400 bis 11 800 E-Autos angemeldet sein, 2030 steigt die Zahl auf 18 500 bis 27 750 E-Fahrzeige im Kreis. Deutschlandweit könnten es in elf Jahren vier bis sieben Millionen E-Autos geben, das entspricht einem Anteil von 10 bis 15 Prozent. 

Passend zu dieser Prognose muss die Zahl der Ladesäulen erhöht werden, kreisweit wären dies nach Hochrechnung 1 500 bis 2 500 Ladepunkte an zirka 234 Standorten. Wie Hockelmann erläuterte, werden die meisten Nutzer von E-Autos ihre Fahrzeuge zu Hause laden, die Reichweiten seien dafür im Alltagsbetrieb inzwischen auskömmlich. Wichtig werden Ladesäulen vor allem für Touristen oder andere Besucher des Kurorts. 

Ladesäulen seien zudem ein wichtiger Anziehungspunkt für diese Nutzergruppe. Wegen der guten Infrastruktur mit E-Ladesäulen sei beispielsweise Hirschberg bei niederländischen Touristen mit E-Autos sehr beliebt geworden, so Hockelmann. Gebiete mit hohem Besucheraufkommen sind in Bad Sassendorf der Bahnhof, turistische Einrichtungen wie Salzwelten und Sole-Therme, öffentliche Anlaufpunkte wie das Rathaus und der Kurpark, weitere Infrastruktur, die von Hotels, Restaurants, Supermärkten und Einzelhandel getragen wird sowie als weiterer Punkt kirchliche, gesundheitlich oder sportorientierte Ziele. 

Aktuell gibt es in der Gemeinde Ladepunkte am Rathaus, am Bahnhof, an der Soletherme und bei der Hem-Tankstelle. Frank Hockelmann zufolge sollte dieses Angebot entsprechend der Nachfrage ausgebaut werden.

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