Drei Verletzte

Fahrt unter Medikamenteneinfluss? Auto gerät im Kreis Soest in Gegenverkehr

Glatteis in Bad Sassendorf: Die Feuerwehr musste eine Person aus dem Geländewagen befreien, beide Autos sind nach dem Frontalzusammenstoß zerstört.
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Glatteis in Bad Sassendorf: Die Feuerwehr musste eine Person aus dem Geländewagen befreien, beide Autos sind nach dem Frontalzusammenstoß zerstört.

[Update, 15 Uhr] Waren Medikamente im Spiel? Eigentlich war die Eisglätte in einer Senke als Ursache für einen Unfall am Freitagmorgen im Kreis Soest vermutet worden, als ein Auto in den Gegenverkehr geriet. Die Polizei geht nun aber auch einem anderen Verdacht nach.

Enkesen im Klei – Auf eisglatter Fahrbahn hat sich am Freitagmorgen auf der Kreisstraße 29 von Lohne nach Enkesen im Klei ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein 39-Jähriger war frontal gegen das Auto eines 66-Jähriges Mannes aus Bad Sassendorf gefahren, der noch eine Beifahrerin dabei hatte.

Durch den Zusammenstoß wurde eine Personen im Auto eingeschlossen. Die Feuerwehr öffnete die Tür, der Rettungsdienst übernahm danach die weitere Versorgung.

Polizei ermittelt wegen möglichem Medikamenteneinfluss

Die Polizei meldete am Nachmittag: Die beiden Fahrer wurden schwer und eine 63-jährige Beifahrerin leicht verletzt mit Rettungsfahrzeugen in Krankenhäuser gebracht.

Aufgrund von Hinweisen auf möglichen Medikamenteneinfluss ordnete die Staatsanwaltschaft eine Blutprobe beim 39-Jährigen an und lies seinen Wagen beschlagnahmen.

Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf 20.000 Euro geschätzt.

Der Unfallhergang

Wie die Polizei berichtete, hatte sich der Unfall um kurz nach 7.30 Uhr ereignet. Nach den ersten Erkenntnissen war eines der Fahrzeuge im Bereich der Autobahnunterführung bei kurvigem Straßenverlauf bei Eisglätte in den Gegenverkehr geraten. Beide Fahrzeuge, ein BMW Cabrio und ein Jeep Geländewagen, stießen daraufhin zusammen und wurde erheblich beschädigt.

Person in Jeep eingeschlossen

Eine der Personen aus dem Jeep war zudem im Auto eingeschlossen, weil die Tür sich wegen der starken Deformation des Fahrzeugs nicht öffnen ließ. Erste Meldungen, eine Person sei richtiggehend in einem Fahrzeug eingeklemmt, bestätigten sich zum Glück nicht, berichtete Gemeindewehrführer Ralf Suckrau.

Feuerwehr und Retter waren mit großem Aufgebot an der Unfallstelle.

Weil der genaue Unfallort in der ersten Aufregung zunächst falsch übermittelt wurde, war zunächst der Zug eins der Freiwilligen Feuerwehr Bad Sassendorf alarmiert worden. Später wurde, auch wegen der Anzahl von drei verletzten Personen, der für den Unfallbereich zuständige Zug vier nachalarmiert.

Streudienst angefordert

Suckrau bestätigte, dass die Straße im Bereich des Unfalls spiegelglatt war und auch den Kameraden der Feuerwehr zu schaffen machte. Die ersten Kameraden am Unfallort hätten die nachfolgenden umgehend zur Vorsicht bei der Anfahrt und beim Aussteigen gemahnt. Zudem wurde umgehend der Streudienst angefordert.

Nachdem der Rettungsdienst die Verletzten übernommen hatte, säuberte die Feuerwehr noch den Unfallbereich, nach knapp einer Stunde war für sie der Einsatz dann beendet.

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