Doppelhaushalt 2019/20

Etat der großen Vorhaben: Millionen-Investitionen in Bad Sassendorf

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Die Erneuerung der Sole-Therme und der Neubau des Gradierwerks sind zwei kostenintensive Aufgaben.

Bad Sassendorf - Mit der weiteren Erneuerung der Sole-Therme, dem Neubau des Gradierwerks und den Investitionen in das Projekt Kurpark 3.0 kommen auf die Gemeinde in den Haushaltsjahren 2019 und 2020 erhebliche Anstrengungen zu.

Acht Millionen Euro werden 2019 noch einmal für die Sole-Therme fällig, drei Millionen Euro sind es in den beiden nächsten Jahren für den Kurpark inklusive Gradierwerk. Kanalbau, Feuerwehr, Tagungszentrum oder Grunderwerb eingerechnet stehen für die nächsten beiden Jahre zusammen 26,35 Millionen Euro für die großen Investitionsmaßnahmen auf dem Zettel. 

Dass diese Investitionen richtig und wichtig seien, darauf stimmte Bürgermeister Malte Dahlhoff den Gemeinderat am Mittwochabend ein: „Wir bringen das Zukunftspaket für Bad Sassendorf auf die Zielgerade, wir bewahren und gewinnen neue Stärken, und dafür heißt es: Ärmel aufkrempeln.“ Schon jetzt würden die Reaktionen von außerhalb – etwa anlässlich der Agrarministerkonferenz vor wenigen Tagen – viel Lob und viel Anerkennung für die geplanten Ziele erkennen lassen. 

Keine Mehrbelastungen für Einwohner geplant

Zugleich betonte der Bürgermeister, dass die hohen Investitionen ohne Mehrbelastungen für die Einwohner umgesetzt werden können, die Gebühren sollen konstant bleiben. Dahlhoff sagte, dass auch die Gemeinde von den guten Rahmenbedingungen profitiere. 

Es gebe fast Vollbeschäftigung, sprudelnde Steuereinnahmen und das Sozialniveau, der Lebensstandard und die Investitionen in den Wohnungsbau seien hoch. „Eigentlich geht es uns gut“, so Dahlhoff, dies gelte es auch nach außen zu kommunizieren, um Populisten keine Chance zu geben. 

Auch unerfreuliche Punkte

Gleichwohl gibt es bei dem Doppelhaushalt 2019/2020 einige weniger erfreuliche Punkte. Die Jahre 2019 und 2020 schließen laut Planung jeweils mit einem Minusbetrag von rund 1,4 Millionen Euro ab, da die Erträge nur etwa 95 Prozent der Aufwendungen abdecken. 

Wie sich die Eckdaten der kommenden beiden Haushaltsjahre darstellen, erläuterte Kämmerer Karl-Heinz Ricken. Die Investitionskredite belaufen sich zum Stichtag 31. Dezember 2018 laut Plan auf 51,2 Millionen Euro, zum Folgejahr soll dieser Wert bei 51,7 Millionen Euro liegen. 

In 2019 sind Investitionen in Höhe von 20,2 Millionen Euro vorgesehen, 2020 sind es dann noch 6,2 Millionen Euro. Nach den großen Anstrengungen soll sich das Haushalten wieder normalisieren, Neuaufnahmen von Krediten sind in den Jahren ab 2021 nicht geplant.

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