Wasserbüffel in der Woeste: Ehepaar übernimmt Betreuung für die Gemeinde

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Wenn Diana und John Royer mit den leckeren Äpfeln kommen, wird eifrig gefuttert. Die Wasserbüffel fressen dem Ehepaar das Obst vorsichtig aus der Hand. J Fotos: Grün

Ostinghausen - „Hallo Trude, altes Mädchen.“ Diana Royer begrüßt die Wasserbüffeldame, die gemächlich über die Weidelandschaft der Woeste stapft, in freundschaftlichem Ton. Gemeinsam mit ihrem Mann John betreut sie seit einigen Wochen im Auftrag der Gemeinde Bad Sassendorf die Herde in dem Naturschutzgebiet zwischen Ostinghausen, Bettinghausen und Lohe.

Für das Ehepaar, seit vielen Jahren Besitzer der Five Star Ranch, eine Aufgabe, die es mit großer Freude übernommen hat: „Wir sind vorgeschlagen worden und haben gerne Ja gesagt“, berichtet Diana Royer.

22 Wasserbüffel – darunter auch sechs Junge – tummeln sich in der Woeste. „Wir haben zunächst einmal alles daran gesetzt, um ihr Vertrauen zu gewinnen und die Herde von A nach B zu treiben“, berichtet das Ehepaar. Das sei gar nicht so einfach gewesen, weil ein Tier aus der Herde entnommen werden musste und so eine unruhige Stimmung die Tiere verschreckt hatte. Mit viel Präsenz – hoch zu Pferde – beruhigenden Worten, Streicheleinheiten und leckeren Äpfeln kamen die beiden den Tieren näher. Jetzt reagieren sie sogar schon auf Zurufe.

Rinder sollen Niedermoor freihalten

Die Wasserbüffel sollen die Pflanzen im Niedermoor kurz halten.

„Die Pflanzenfresser wurden 2006 gemeinsam mit den Highlandern für die Freihaltung der Flächen in dem Niedermoor eingesetzt. Damals waren es drei Muttertiere und ein Bulle. Schon kurz darauf kam der erste Nachwuchs zur Welt“, erinnert sich Ostinghausens Ortsvorsteherin Angelika Kolkmann, die sich stets für die Woeste eingesetzt hat. „Trude“ ist mit zwölf Jahren das älteste Tier, kommt neugierig ans Gitter, lässt sich streicheln und frisst auch gern Äpfel aus der Hand. Dieses schöne Erlebnis zwischen Mensch und Tier möchten Diana und John Royer den Besuchern der Woeste gern auf gesicherten Wegen zugänglich machen. Damit entsprechen sie auch den Vorstellungen von Bürgermeister Malte Dahlhoff, dem das umsichtige Einbinden der Woeste in das touristische Angebot des Kurortes sehr wichtig ist. 

Die Tier- und Pflanzenwelt – neben den Wasserbüffeln und den Highlandern leben unter anderem etliche Entenarten, Weiß- und Schwarzstörche sowie Reiher und Vögel in dem landschaftlich reizvollem Gebiet – soll nach dem Willen der Royers aber naturbelassen und ein wenig wild bleiben. In den ersten Wochen schaute das Ehepaar, das bereits auf der Ranch einen 13-Stunde-Tag absolviert, täglich nach den Wasserbüffeln. Das soll mit der Zeit reduziert aber trotzdem sorgsam vorgenommen werden. Bei Notfällen sind die Royers sofort zur Stelle.

Beliebtes Naherholungsziel

Schon jetzt ist die Woeste ein beliebtes Naherholungsziel: Viele Bewohner der umliegenden Orte nutzen die Woeste für Spaziergänge, die Erzieherinnen unternehmen mit den Kleinen Ausflüge und suchen mit viel Spaß den Woestefrosch. Im Rahmen des Ferienspaßes bietet Dr, Ralph Joest (ABU) Führungen durch die Woeste an. Ostinghauser Bürger engagieren sich auf vielfältige Weise für das Gebiet, achten darauf, dass in der Woeste alles in Ordnung ist oder helfen beim beim Aufstecken des Storchennestes.

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