1. Soester Anzeiger
  2. Lokales
  3. Bad Sassendorf

Kleine Bezirke werden wegen des Wahlgeheimnisses zusammengefasst

Erstellt:

Von: Heyke Köppelmann

Kommentare

 Start der Briefwahl: Die Bundestagswahl wirft bereits ihre Schatten voraus, bei der Stimmabgabe in den Wahlbezirken gibt es einige Änderungen.
Start der Briefwahl: Die Bundestagswahl wirft bereits ihre Schatten voraus, bei der Stimmabgabe in den Wahlbezirken gibt es einige Änderungen. © Gregor Fischer/dpa

Die Bürger haben die Wahl – einmal zwischen Persönlichkeiten und Parteien, ihren Ideen sowie Zielen, aber auch über die Art und Weise der Stimmabgabe. Gehen sie ins Lokal und stecken ihren Umschlag selber in die Urne? Lassen sie sich den Stimmzettel nach Hause schicken? Holen sie die Unterlagen im Rathaus ab und setzen ihre Kreuzchen gleich dort? Zudem gibt es einige Änderungen, Herringsen und Beusingsen zum Beispiel sind zu klein für eine eigene Wahlkabine.

Bad Sassendorf - Wer wird nach Berlin fahren? Und wie wird sich das Parlament zusammensetzen? Wer wird regieren? Drei Fragen, die am 26. September, einen spannenden Sonntag erwarten lassen. Die Benachrichtigungen werden ab Samstag, 21. August, versandt, teilt Frank Becker von der Gemeindeverwaltung mit. Bei den hiesigen Wahllokalen wird es ein paar Änderungen geben, zum Beispiel in Beusingsen und Herringsen.

Beide Dörfer sind klein und überschaubar. Die Zahl der Wahlberechtigten in einem Bezirk darf aber nicht so gering sein, dass schnell zu erkennen ist, wer sich von wem im Bundestag vertreten lassen möchte. Sonst könnte das Wahlgeheimnis in Gefahr geraten, heißt es im Rathaus.

Hintergrund ist die geänderte Bundeswahlordnung, wonach sich zum Start der Auszählung nicht weniger als 50 Stimmzettel in einer Urne befinden dürfen. Das bedeutet für die Bewohner: Der Wahlbezirk 141 (Feuerwehrgerätehaus Opmünden) und 143 (Dorfgemeinschaftshaus Beusingsen) werden zusammengelegt. Das Wahllokal befindet sich in Opmünden.

Die Herringser steuern nicht wie noch im vorigen Herbst bei der Kommunalwahl die Kabine im Dorfgemeinschaftshaus an, sondern melden sich wie die Neuengeseker im Feuerwehrgerätehaus am Baisenpoth.

Für Wahlberechtigte, die im Zentralort wohnen und voriges Jahr noch im Kurmittelhaus ihren Stimmzettel ausfüllten, stehen am letzten September-Sonntag die Türen des Tagungs- und Kongresszentrums offen.

Alle Einwohner von Weslarn gehören jetzt wieder zu einem gemeinsamen Bezirk. Das war voriges Jahr durch eine Neusortierung anders, denn ein Stimmbezirk von Weslarn wurde bei der Kommunalwahl Ostinghausen zugeordnet. Der Verwaltungsgerichtshof hatte entschieden, dass die Wahlbezirke annähernd gleich groß sein müssen.

Eine weitere Änderung im Gemeindegebiet: Die Bezirke 111 und 112 werden zusammengefasst. Wer dort wohnt und wählen möchte, geht zur Schützenhalle Lohne – Eingang links.

Experten erwarten eine hohe Beteiligung an den Briefwahlen – ein seit Jahren zu beobachtender Trend, der sich durch die Pandemie noch verstärken soll. Die Gründe sind sehr unterschiedlich, Einer lautet: Wer Sorge hat, sich anzustecken, übt sein demokratisches Recht zur Beteiligung an den politischen Prozessen lieber kontaktlos und bequem daheim im eigenen Wohnzimmer aus.

Die Unterlagen für die Briefwahl können per Post, per QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung oder über die Homepage der Gemeinde beantragt werden. Wähler können bis Freitag, 24. September, 18 Uhr, auch persönlich während der Öffnungszeiten im Rathauses wählen oder die Briefwahlunterlagen abholen.

Weitere Informationen der Gemeindeverwaltung zur Bundestagswahl im Internet gibt es hier

Auch interessant

Kommentare