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BG findet den Zustand vieler Bäume und Gehölze desolat

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Von: Ludger Tenberge

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Nicht immer lässt sich das Fällen eines Baums vermeiden. Die BG-Fraktion möchte den Schutz von Bäumen aber verbessern.
Nicht immer lässt sich das Fällen eines Baums vermeiden. Die BG-Fraktion möchte den Schutz von Bäumen aber verbessern. © Peter Dahm

Der Schutz von Bäumen und Sträuchern in der Gemeinde lässt nach Einschätzung der Bürgergemeinschaft zu wünschen übrig. Zur Verbesserung der Lage fordert die BG daher eine Baumschutzsatzung. Für die nächste Sitzung des Ausschusses für Klima, Umweltschutz und Landschaftspflege (AKUL) hat die BG-Ratsfraktion daher einen entsprechenden Antrag eingereicht.

Bad Sassendorf - In der Begründung führt die BG eine desolate, zumindest negative Entwicklung der Bäume und Gehölze in der Gemeinde an, sei es auf privatem oder auf öffentlichem Grund. Es sei immer wieder zu beobachten, dass große Bäume und Gehölze durch Abholzung verschwinden, in vielen Fällen werde zudem nicht nachgepflanzt. Auch scheine es so zu sein, dass nicht alle Bürger Grünanlagen und Bäume wertschätzen, häufig würden sie als Ursache für „Dreck“ betrachtet.

Hier sei ein Umdenken erforderlich. So weist die BG darauf hin, dass Grünanlagen, insbesondere große Laubbäume, auch für die Menschen wichtig und unverzichtbar seien. Auch gebe es in vielen Kommunen inzwischen Baumschutzsatzungen, mit denen mehr oder weniger erfolgreich versucht werde, Bäume vor unkontrollierter Abholzung zu schützen. Hier sollte die Gemeinde nicht länger hinten anstehen.

Zusammen mit dem Antrag für eine Baumschutzsatzung hat die BG einen Satzungsentwurf, erstellt in Anlehnung an die Baumschutzsatzung in Soest, eingereicht. Geschützt werden sollen demnach Laubbäume, Walnussbäume und Esskastanien. Voraussetzung ist ein Stammumfang von mindestens 1,20 Metern in einem Meter Höhe über dem Erdboden. Nicht geschützt werden sollen geläufige Arten wie Birken, Hybridpappeln, Obstbäume mit Ausnahme von Walnussbäumen und Esskastanien sowie Nadelbäume. Verboten werden soll mit der Satzung, dass geschützte Bäume entfernt, zerstört, geschädigt oder in ihrem Aufbau wesentlich verändert werden. Überdies soll der Gemeinde das Recht eingeräumt werden, bestimmte Maßnahmen zur Pflege von Bäumen anzuordnen. Ausnahmen oder Befreiungen von der Baumschutzsatzung wären bei der Gemeinde zu beantragen.

Termin und Themen

Die Sitzung des AKUL findet am Mittwoch, 1. September, um 17 Uhr in der Kulturscheune auf Hof Haulle statt. Die Sitzung ist öffentlich, die Gemeinde weist darauf hin, dass bei einer Inzidenz über 35 die 3-G-Regel geimpft, genesen, getestet gilt. Der Nachweis hierüber ist vor der Sitzung von den Teilnehmern und Zuhörern vorzulegen. Die Abstandsregeln und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der Sitzung sind zu beachten.

Weitere Themen in der Sitzung sind der turnusgemäße Bericht über die Klimaschutzmaßnahmen der Gemeinde, der Stand in Sachen Dach- und Fassadenbegrünung im Zuge des Öko-Profit-Programms und das Beweidungskonzept mitsamt Unterstand für die Büffelherde in der Woeste. Außerdem wird über die Vergabe des Klimaschutzpreises entschieden.

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