„Bücherinsel“ an der Sälzergrundschule eröffnet

Mit viel Liebe zum Detail wurde die „Bücherinsel“ der Sälzergrundschule gestaltet.

BAD SASSENDORF ▪ Die Insel lädt so recht zum Schmökern ein. Unterm Wunschbaum lässt es sich gut sitzen, die knuffige Hütte bietet in ihrem Inneren höhlenartige Abgeschiedenheit, ein Felsen bietet sich als Lesepodest an, und umgrenzt wird dieses Eiland der Phantasie vom Meer der Bücher mit seinen wellenförmig gebogenen Borden.

Rund 700 Bücher stehen bislang in den Regalen, 4 000 könnten hier Platz finden, erläuterte Erika Schulze, die Rektorin der Sälzergrundschule. Für sie ging jetzt ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Nach jahrelanger Vorarbeit wurde die „Bücherinsel“ als Schulbücherei für die Bad Sassendorfer Grundschüler gestern mit einem fröhlichen Festakt in der Schule eingeweiht.

„Lesen ist unheimlich wichtig und Lesen lehren eine der ureigensten Aufgaben der Grundschule“, erklärte Schulze. Mit der Bücherinsel sollen die Schüler nachhaltig eingeladen werden. Die Bandbreite reicht von spannenden Geschichten wie den Abenteuern von Harry Potter bis hin zu Sachbüchern, die namentlich die Jungs ansprechen sollen. „Wir wollen, dass die Kinder mehr zum Lesen gebracht werden“, so Schulze, „und dass sie später auch andere Büchereien besuchen.“

Die von den Diplomdesignern Kathrin Berglar und Lars Lippsmeier mit viel Augenmerk fürs Detail gestaltete Bücherinsel dürfte da einen starken Anreiz bieten. Auf Arbeitstische wurde mit Blick auf die Lust am Schmökern bewusst verzichtet. Zudem ist die Bücherinsel mit einer professionellen Ausleihtechnik mitsamt Scanner ausgestattet. Einige Eltern haben sich bereit erklärt, die Ausleihe während der Öffnungszeit von 9.45 bis 10.30 Uhr zu übernehmen. Diesem Engagement zollte die Rektorin der Grundschule daher ihre besondere Anerkennung. Der Dank galt zudem den vielen Spendern und Sponsoren sowie der Gemeinde als Schulträger, die sich für die Umsetzung des Projekts eingesetzt haben.

Wie wichtig die Anregung der Phantasie durch das Lesen ist, bekräftigte Bürgermeister Bahlmann in seiner Anprache ebenfalls. Beim Lesen im Gegensatz zum Fernsehen müsse man sich die Bilder selber machen. Eine elementare Anregung der Phantasie, wie der Bürgermeister mit einem Zitat von Astrid Lindgren untermauerte: „Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt zum großen Teil vom Maße der Einbildungskraft jener ab, die heute lesen lernen. Deshalb brauchen unsere Kinder Bücher.“ ▪ tbg

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