Britische Kunststoff-Karosse siegt bei ADAC-Rallye

Klaus und Karin Steffens haben mit ihrem britischem Jensen 541 S. die ADAC-Rallye mit Start und Ziel in Bad Sassendorf gewonnen. J Foto: Brüggestraße

Bad Sassendorf - Dreckig hat er sich gemacht, der Jensen 541 S. „Schau mal hier, wie die Tür aussieht“, zeigt Klaus Steffens gespielt vorwurfsvoll: „Ein Mistwetter war das...“. Dafür hat sie gestrahlt, die Sonne, als der Ingenieur aus Hameln gestern die Trophäe bekam, zusammen mit seiner Frau Karin.

Sie haben mit ihrem Gesamtsieg mitgeschrieben an einem schönen Stück Geschichte für den ADAC Westfalen um seinen Vorsitzenden Bernhard Jühe. Der wünschte am Freitag allen Teilnehmern ein herzliches „Töff, töff, töff!“ und schickte 80 schicke Klassiker auf die Tour bei der ersten Oldtimer-Rallye unter ADAC-Regie. „Ein Novum für uns“, so schrieb Jühe auch in dem dicken Programmheft, das zur Ausfahrt aufgelegt worden war. Klaus und Karin Steffens sind rundum glücklich: „Es war schön hier in Bad Sassendorf“, sagten sie am Sonntagvormittag im Kurpark, so mitten im Getümmel: Die Rallye-Teilnehmer präsentierten ihre Fahrzeuge, „on top“ trafen sich rund 100 Mitglieder eines Oldtimer-Stammtisches. 

Viel zu schauen und zu staunen

Zu schauen und zu staunen gab es für die Besucher im Kurpark also reichlich, dazu Informationen und flotte Moderationen vom ADAC-Westfalen-Chef persönlich, später von weiteren Fachleuten – und flotten Jazz: Den präsentierten in stilechter Garderobe von Anno dunnemals die „Original Salzsieders“, und das sind Harald Fiedler an der Trompete, Wolfgang Seack am Banjo, Arthur Mazurkowski mit seinem Tenorsaxophon und Rüdiger Fussy mit dem Sousaphon. 

„Alles super hier“, fanden Klaus und Karin Steffens beim Blick in die Runde: „Uns gefällt es.“ Mit einer Rarität sind sie auf Sieg gefahren: Ihr „Jensen“ ist ein Brite, ein Rechtslenker aus den Fünfzigern im Kunststoffkleid, der erste seiner Art in ganz Europa. „Der hatte soviel Extras, die kannte man noch gar nicht“, zeigt Klaus Steffens stolz den Sicherheitsgurt. „Scheibenbremsen hat er“, erzählt Steffens weiter: „War der Jensen auch Vorreiter mit. 127 Stück haben sie davon gebaut. Nach der Ölkrise ‘74 – da war leider Schluss mit der Firma. Schade drum! Ist ein schönes Auto.“ 

Die Frau als Navi

Frau Karin ist „Navi“, wenn Ausfahrten sind. „Wir sind ein klasse Team“, findet Klaus Steffens: „Wir sind viel unterwegs auf Rallyes. Dieses Hobby hat uns zusammengeschweißt – noch mehr als früher, als ich noch gearbeitet habe...“. Seine Karin strahlt: So ein Lob glänzt mehr als der schönste Siegerpokal.

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