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Bettinghauser Schützen reagieren mit Sparmaßnahmen auf Besucherschwund

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Von: Rotraud Grün

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Der bisherige Oberst der Bettinghauser Schützen, Gerd Müller (Siebter von links), legte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Sein Nachfolger ist Daniel Drees (Achter von links). Zu seinen Adjutanten wählte die Versammlung Volker Hunecke (Fünfter von links) und Tim Kaczmarek (Sechster von links). Brudermeister Reinhold Häken (rechts) begrüßte am Samstag auch das amtierende Königspaar Stefanie und Achim Klösener (Vierter und Sechste von rechts). © Grün

Bettinghausen - Der Vogel der Antonius-Schützenbruderschaft Bettinghausen fällt beim Schützenfest im Juli erstmals schon am Sonntag und nicht wie gewohnt am Montag. Mit dieser Änderung des  leitet der Vorstand der Bruderschaft Sparmaßnahmen ein, die auch in Zukunft ermöglichen sollen, ein schönes Fest zu feiern.

Das Vogelschießen am Montag wurde in den vergangenen Jahren von immer weniger Gästen besucht. „Im letzten Jahr kam man problemlos zum Bierwagen durch. Das ist ein schlechtes Zeichen“, berichtete Brudermeister Reinhold Häken in der Jahreshauptversammlung am Samstagabend im Gasthof Vogt von rückläufigem Umsatz. „Auswärtige Gäste fehlen, aber es macht auch nicht jeder ‘Ureinwohner’ mit“, bemängelte Häken den Besucherschwund. 

Zwei statt drei Spielmannszüge

Das soll mit der Neuerung aufgefangen werden. Außerdem sei es immer schwieriger, Thekenmannschaften und Musikkapellen zu verpflichten, die sich für ihren Einsatz am Montag extra einen Urlaubstag nehmen müssen. Die Schützen stimmten einem geänderten Festverlauf zu. Gefeiert wird nun von Freitag bis Sonntag. Details über den zeitlichen Ablauf, etwa von Umzügen und Ehrungen, sollen rechtzeitig bis zum Fest am ersten Wochenende im Juli bekannt gegeben werden. Anders als in den vergangenen Jahren übernehmen in diesem Jahr nur zwei Musikvereine den musikalischen Part: Die Musikfreunde Westenholz und der Spielmannszug Bettinghausen. Auf den Auftritt des Spielmannszuges Völlinghausen wird aus Kostengründen ganz verzichtet. 

Daniel Drees ist neuer Oberst

Neuerungen gibt es auch in der Vorstandsriege. Oberst Gerd Müller legte sein Amt nach zwei Wahlperioden aus gesundheitlichen Gründen nieder. Kai Imbach und Daniel Drees stellten sich als Nachfolger zur Wahl. Die Schützen entschieden sich mehrheitlich für Daniel Drees als neuen Oberst. Zu seinen Adjutanten wurden Volker Hunecke und Tim Kaczmarek gewählt. „Wir werden euch intensiv in die neuen Aufgaben einführen“, versicherte Brudermeister Häken. Gerd Müller wurde als Ehrenmitglied in das Offizierscorps aufgenommen. Wiedergewählt wurden Geschäftsführer Paul Westholt und Beisitzer Achim Klösener. Neuer Beisitzer ist Clemens Oppermann. Zum Zugführer des Jungschützenzuges wählten die Schützenbrüder Georg Schulze-Ardey. Neuer Präses des Bruderschaft ist Propst Josef Heers. 

Erhöhung der Mitgliedsbeiträge

Brudermeister Reinhold Häken kündigte eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge an und appellierte an jeden Einzelnen, die Arbeit der Schützenbruderschaft zu unterstützen. Im kommenden Jahr stehen neben dem eigenen Jahresfest Besuche der Nachbarorte Lohne, Weslarn, Ostinghausen, Bad Sassendorf und Wiggeringhausen auf dem Programm der Schützen. Nächster Termin ist am 10. Februar das Schießen in Weslarn.

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