Bettinghausen:

Ortsvorsteher-Kleeblatt hat viele Ideen

Das neue Ortsvorsteher-Team mit (von links): Stefanie Klösener, Achim Ittermann, Peter Rickert und Melanie Rickert.
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Das neue Ortsvorsteher-Team mit (von links): Stefanie Klösener, Achim Ittermann, Peter Rickert und Melanie Rickert.

Bettinghausen – Erst einer, jetzt vier: In Bettinghausen teilt sich ein Quartett die Aufgaben, die der bisherige Ortsvorsteher Reinold Häken bisher alleine angegangen ist.

„Wir freuen uns auf die neue Aufgabe und die enge Zusammenarbeit mit allen Bettinghauser Bürgerinnen und Bürgern. Für Anregungen, Ideen oder bei Problemen und Fragen stehen wir jederzeit gern zur Verfügung.“ So lautet der Vorsatz des neuen Ortsvorsteher-Teams mit Achim Inttermann (59), Melanie Rickert (45), Stefanie Klösener (43) und Peter Rickert (39).

Wir möchten das Thema Nachbarschaftshilfe aufgreifen und Euch dazu aufmuntern, Eure Nachbarinnen und Nachbarn bei Bedarf zu unterstützen. Zum Beipiel durch Einkäufe oder Besorgungen.

Ortsvorsteher-Quartett

Das Quartett ist seit dem 4. November im Einsatz und löst Reinhold Häken (66) ab, der dieses Amt elf Jahre lang mit viel Engagement ausgeübt hat. Häken ist mittlerweile von Bettinghausen nach Bad Sassendorf umgezogen, vertritt Bettinghausen aber weiterhin im Gemeinderat.

Während seiner Amtszeit ist eine Menge in Bettinghausen passiert. So unter anderem die Errichtung des Dorf- und Schützenplatzes, Schaffung von Bauplätzen, die Absenkung von Straßen und vieles mehr. Zuletzt setzte er sich noch für die Umgestaltung des Schützenplatzes ein.

Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger gestaltete sich zunächst nicht ganz einfach. „Ich habe Stefanie Klösener versucht zu überzeugen. Sie biss jedoch nicht an. Achim Ittermann war ein weiterer Kandidat, der – bereits im Ruhestand – Zeit hat und sehr gut geeignet ist. Schließlich ergab sich die Vierer-Konstellation, um das Leben in Bettinghausen abzudecken. Etwas Ähnliches funktioniert in Beusingsen bereits seit einigen Jahren. Warum nicht auch in Bettinghausen?“, ist Häken davon überzeugt, das es die richtige Wahl war.

Das Team legt übrigens großen Wert darauf, parteilos aktiv zu sein. Und: Es gibt nur gemeinsame Entscheidungen. Erste Aktion der „Neuen“: die Gründung einer WhatsApp-Gruppe Bettinghausen, über die schnell und direkt Informationen und Neuigkeiten übermittelt werden können. An die 60 Teilnehmer im Alter von 16 bis 80 Jahren sind bereits Mitglied. Wer in die Gruppe aufgenommen werden möchte, sollte sich an die Ortsvorsteher wenden. Zum Beispiel unter der E-mail-Adresse ot-bettinghausen@t-online.de.

Pandemie stellt alle vor große Herausforderungen

Die Corona-Pandemie stellt aktuell jeden einzelnen vor große Herausforderungen. Dazu stehen auch die vier Ortsvorsteher. „Wir möchten das Thema Nachbarschaftshilfe aufgreifen und Euch dazu aufmuntern, Eure Nachbarinnen und Nachbarn bei Bedarf zu unterstützen. Zum Beipiel durch Einkäufe oder Besorgungen“, bittet das Team alle Einwohner. Es empfiehlt, auch die lokalen Bettinghauser Lebensmittelerzeuger und Anbieter mit einzubeziehen. Ein Flyer bietet dazu nähere Informationen wie Telefonnummern, Adressen, Art der Angebote und die Öffnungszeiten. Selbstverständlich sind die Ortsvorsteher auch dazu bereit, hilfreich einzuspringen und zum Beispiel bestellte Lebensmittel auszuliefern. „Wenn sich die Corona-Krise entspannt, planen wir eine Bürgerversammlung um zu hören, was die Einwohner beschäftigt, wo wir helfen können und was verbessert werden kann“, blickt Achim Ittermann hoffnungsvoll in die Zukunft. Beim Rundgang mit einem Mitarbeiter des Bauhofes wurde in dieser Hinsicht schon mal einiges festgehalten.

„Zum Beispiel fehlende Straßenlaternen und die Gestaltung von Spielplätzen“, berichteten Stefanie Klösener und Peter Rickert. Mängel und Wünsche wurden aufgenommen und zur Bearbeitung an die zuständigen Behörden wie die Gemeinde oder den Kreis Soest weitergeleitet. Auch was das gesellschaftliche Leben im Dorf betrifft, war das Ortsvorsteher-Quartett schon recht aktiv. Da weder ein Martinsumzug noch eine Veranstaltung zum Nikolaus möglich waren, luden die vier per Flyer alle Bettinghauser Kinder dazu ein, einen blank geputzten Stiefel zuzüglich Adresse im Gasthof Vogt abzugeben. Der Nikolaus – in Form der Ortsvorsteher – füllte die Stiefel und stellte sie pünktlich am 6. Dezember vor die Haustüren. „Das war ein toller Erfolg“, berichtet Stefanie Klösener. „Wir hatten mit 30 gerechnet und haben schließlich 63 Stiefel verteilt.“ Eine ähnlich schöne Aktion starteten die Ortsvorsteher zum Jahresende für die Senioren des Dorfes als Ersatz für die Corona-bedingt ausgefallenen Seniorennachmittage: Sie verteilten Töpfchen mit Glücksklee und Grußkarten, von den Kindern des Kindergartens „Tausendfüßler“ hübsch gestaltet, an alle älteren Mitbürger. Eine liebevolle Geste die zeigt, dass das Dorf zusammenhält . Das Ortsvorsteher-Kleeblatt freut sich darauf, noch viele Ideen gemeinsam mit den Bürgern zu verwirklichen.

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