Urlaub in Neuseeland, Australien, Thailand und Bali

Beste Freundinnen aus Weslarn: Heimkehr nach sechs Monaten Ferien

Jede Menge Traumziele und spannende Begegnungen haben Christina Seiffert und Pauline Trockels auf der Reise erlebt.

Bad Sassendorf - Pauline Trockels und Christina Seiffert, beste Freundinnen aus Weslarn, waren für ein halbes Jahr in Ozeanien unterwegs. Über ihre Erlebnisse haben sie in einem Reiseblog berichtet. Inzwischen sind sie wieder daheim und blicken im Interview noch einmal auf ihre Reise zurück.

Die überwältigende Natur von Neuseeland und Australien, viele exotische Eindrücke aus Thailand und Bali – und dann das westfälisch-gediegene Weslarn: Wie war es, nach so einer Reise wieder nach Hause zu kommen?

Pauline Trockels: Verrückt! Am Ende der Reise haben wir uns richtig auf Zuhause gefreut und dementsprechend schön war dann auch das Wiedersehen. Aber man gewöhnt sich schon ziemlich schnell wieder ein. Dadurch, dass wir jetzt länger weg waren, haben wir noch mehr gemerkt, wie schön wir es hier Zuhause eigentlich haben, besonders jetzt, wo es Sommer wird. 

Christina Seiffert: Ans Klima mussten wir uns aber trotzdem erstmal gewöhnen: Anfangs wussten wir nicht, was wir bei 20 Grad anziehen sollen und waren überfordert mit der ungewohnt großen Auswahl an Kleidung. 


Mal eben sechs Monate nach Ozeanien fliegen, das entscheidet man nicht im Handumdrehen. Wie ist die Idee zu dieser ungewöhnlichen Reise entstanden? 

Christina Seiffert: Dass wir nach dem Abi gemeinsam auf Reisen gehen wollen, stand schon lange fest, mit der konkreten Planung haben wir allerdings erst ein paar Monate vorher angefangen. Wir waren echt überrascht, wie viel Zeit man in so eine Reiseplanung stecken kann und was man alles beachten muss. 

Pauline Trockels: Die Idee ans andere Ende der Welt zu fliegen kam dadurch, dass wir mal was ganz Neues erleben, möglichst weit weg kommen und die außergewöhnlich lange Zeit, die wir hatten, voll auskosten wollten! 

Christina Seiffert: Bali war anfangs gar nicht geplant, den Flug dorthin haben wir erst von Australien aus gebucht, aus Angst vor dem extrem tropischen Klima in Thailand. Und die Entscheidung haben wir keinen Tag bereut! 

Weslarner Freundinnen bloggen aus der Südsee

Zusatzfrage: Und wie finanziert man so eine Reise? 

Pauline Trockels: Das macht natürlich jeder unterschiedlich, aber wir beiden haben uns ganz bewusst entschieden, kein Arbeitsvisum zu beantragen und dafür vorher und nachher zuhause zu arbeiten. Außerdem haben uns unsere Eltern unterstützt und sogar unsere Konfirmationsersparnisse sind in die Reisekasse geflossen. 

Christina Seiffert: Wie viel so eine Reise kostet, hängt auch ganz davon ab, was man unternehmen möchte und auf wie viel Luxus man wert legt. Wir haben versucht, so sparsam wie möglich zu leben und uns trotzdem an den richtigen Stellen mal etwas zu gönnen, ganz nach dem Motto „Wenn wir schon mal hier sind“. 

Ihr habt während der Zeit von Neuseeland bis Bali unglaublich viel erlebt, was ist euch am meisten in Erinnerung geblieben? 

Christina Seiffert: Das ist eine schwierige Frage. Bei mir sind es ganz viele kleine Momente, die mir dann zufällig durch den Kopf gehen und mich in diese unvergessliche Zeit zurückversetzen. 

Pauline Trockels: Mir geht es ähnlich, aber ich denke immer zuerst an die schönen Begegnungen und Gespräche mit Menschen aus aller Welt, an unseren allerersten Ausflug, bei dem wir im offenen Meer mit Delfinen geschwommen sind und die unberührte Natur von Westaustralien!


Inwiefern hat die Reise euer Denken verändert? Gibt es, wie man so schön sagt, Erfahrungen fürs Leben? 

Pauline Trockels: Auf jeden Fall! Wir wissen noch mehr zu schätzen, was für ein Luxus es ist, in Deutschland zu leben, denn wir haben Menschen kennengelernt, für die Bildung und Beruf nicht selbstverständlich sind oder die tagtäglich für einen Hungerlohn arbeiten müssen und vom Reisen nur träumen können… 

Christina Seiffert: Wir sind immer noch dabei, die unzähligen Eindrücke von der Reise zu verarbeiten, aber die Erinnerungen werden uns für immer bleiben. Für die Zukunft wissen wir, dass man nicht jeden Abend Nudeln mit Tomatensoße essen kann, es sich mit leichtem Gepäck am besten reist und man die schönsten Erfahrungen macht, wenn man seine Ängste überwindet und offen durchs Leben und auf Leute zu geht. 

Pauline Trockels: Außerdem ist Wandern doch gar nicht so schlecht… 

Wie geht es weiter, was sind eure nächsten Pläne? 

Pauline Trockels: Diese Frage haben wir auch während der Reise ständig gestellt bekommen und mussten witzigerweise immer das gleiche antworten, nämlich dass wir Grundschullehramt studieren möchten. Ich bin dabei geblieben und möchte zum Wintersemester nach Münster ziehen, Christina hat sich nach einem Praktikum für Sonderpädagogik entschieden, am liebsten in Köln. Ob wir nach sechs Monaten diese Entfernung aushalten…? 

Und was ist mit Reisen? 

Christina Seiffert: Wir hatten schon tausende neue Ideen, aber das Studium geht jetzt erstmal vor. Trotzdem träumen wir natürlich schon von Auslandssemestern, gemeinsamen Urlauben in den Sommerferien und irgendwann hoffentlich auch nochmal einem großen Abenteuer! Wir sind gespannt, was die Welt noch alles zu bieten hat, und haben aber besonders während unserer Reise gemerkt, dass wir auch in Deutschland und Europa noch viel zu entdecken haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare