Schmetterlingsfeld oder am Baum: Neue Bestattungsformen kommen an

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Das Kolumbarium auf dem Friedhof Alleestraße ist seit August 2018 neu im Angebot, wie das Schmetterlingsfeld und das Feld für Urnenbeisetzungen am Baum findet auch diese Bestattungsform Zuspruch.

Bad Sassendorf – Die neuen Bestattungsformen, die die Gemeinde seit Sommer 2017 nach und nach ins Angebot genommen hat, finden offensichtlich guten Zuspruch. Der Umstand, dass auf dem Friedhof Alleestraße wegen der Bodenverhältnisse keine Körperbestattungen mehr möglich sind, scheint daher kein Problem zu sein.

Bei 122 Beisetzungen im vergangenen Jahr kam es nur noch in 25 Fällen auf den Kommunalfriedhöfen in Lohne, Heppen und Elfsen zu Sargbestattungen. Dem stehen 95 Urnenbeisetzungen entgegen, was einer Quote von 77,9 Prozent entspricht. Hinzu kamen zwei Bestattungen von Föten. 

Am beliebtesten waren mit 42 Fällen die Urnenbeisetzungen in Wahlgrabstätten. Großer Nachfrage erfreut sich auch das im Sommer 2017 eröffnete „Schmetterlingsfeld“ mit 20 Beisetzungen und das Feld für „Bestattungen am Baum“ mit 13 Beisetzungen. Das Schmetterlingsfeld und das Feld für die Bestattungen am Baum werden jeweils durch steinerne Stelen ergänzt, auf denen Plaketten mit den Namen der Verstorbenen angebracht werden können. 

Das Kolumbarium kam 2018 auf sechs Bestattungen, wobei zu bedenken ist, dass diese Form der Beisetzung erst seit August 2018 angeboten wird. Angesichts der Nachfrage sollen neben den drei bestehenden weitere Kolumbarium-Säulen erstellt werden, erklärte Bürgermeister Malte Dahlhoff auf Nachfrage. Rasenreihengräber und Reihengräber für Urnenbestattungen kamen auf sieben beziehungsweise zwei Beisetzungen. Anonyme Urnenbeisetzungen wurden vier mal vollzogen, das Aschestreufeld war in einem Fall gewünscht. 

Die Entwicklung zeigt, dass die neuen Bestattungsformen bei Verstorbenen beziehungsweise Hinterbliebenen gut ankommen. Der Trend zur Urne ergibt sich vor allem, weil die Verstorbenen ihren Hinterbliebenen, sofern die weit entfernt wohnen, keine aufwendige Grabpflege aufbürden wollen. Gleichwohl ist den meisten ein ansprechendes Gräberfeld mit der Möglichkeit der Namensnennung wichtig – beispielsweise so, wie es das Schmetterlingsfeld bietet, das mit Sträuchern bepflanzt ist, die gerne von Fluginsekten besucht werden.

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