Beratungsbüro als „sozialer Wegweiser“ zur Hilfe

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Heike Schulze-Gabrechten vom MGH, Pfarrerin Stefanie Pensing sowie Ulla Saalmann-König und Axel Wohlmeiner von der Diakonie Ruhr-Hellweg (von links) erläuterten das neue Beratungsbüro eines „sozialen Wegweisers“. ▪

BAD SASSENDORF ▪ Die kleinen Probleme des Alltags können sich manchmal ganz schön auswachsen. So sehr, dass eine Unterstützung durch einschlägige Hilfsangebote nicht schlecht wäre.

Welche Hilfe wann in Frage kommen könnte, und wer sie leisten kann, das ist für Betroffene oft aber die Frage. Hier soll ein neues Beratungsbüro der Diakonie Ruhr-Hellweg im Mehrgenerationenhaus eine wichtige Vermittlerfunktion leisten.

Geplant ist nämlich eine „allgemeine Diakonie-Sprechstunde“ als sozialer Wegweiser zu einschlägigen Hilfsangeboten. Einmal pro Woche immer mittwochs von 10.30 bis 11.30 Uhr wird Ulla Saalmann-König als Expertin der Diakonie ab dem 6. Februar im Beratungsbüro im MGH vor Ort sein, um Menschen in einer kleinen oder auch größeren Notlage weiter zu helfen. Vor allem geht es darum, den Hilfesuchenden aufzuzeigen, welche Anlaufstellen, Beratungsangebote oder öffentliche Einrichtungen jeweils in Frage kommen könnten und welche Hilfe dort geleistet werden kann. Dabei soll unabhängig vom Träger an die jeweils am besten passende Einrichtung verwiesen werden.

„Es geht darum, dass Menschen, die irgendein Anliegen haben, ein passendes Angebot finden“, erläutert Beraterin Ulla Saalmann-König, „viele wissen gar nicht, welche Ansprechpartner zuständig sind.“

Beispiel Schwerbehindertenausweis: Der Antrag dafür muss bei der Fachabteilung Soziales in der Kreisverwaltung Soest gestellt werden. Wer weiß das schon, und wer weiß, welche Voraussetzungen dafür gelten? Hier könnte das neue Beratungsangebot erste Hilfe leisten, erklärte die MGH-Bildungsbeauftrage Heike Schulze-Gabrechten.

„Wir wollen noch mehr an die Menschen heran rücken“, erläuterte Axel Wohlmeiner, von der Regionalvertretung Soest der Diakonie. Während des Frühstücksangebots im MGH könnten Interessierte daher bei Bedarf zwischendurch im Beratungsbüro vorbei schauen. Wichtig sei eine geringe Hemmschwelle, erklärte Pfarrerin Stefanie Pensing von der evangelischen Kirchengemeinde, die das neue Beratungsangebot ebenfalls unterstützt. Nach dem Motto „jeder kann kommen und jeden Frage nach Hilfe ist erlaubt“ richtet sich der „Wegweiser durch die Vielfalt der sozialen Hilfsangebote“ an alle Generationen und Menschen in ganz unterschiedlichen Lagen.

In der vertraulichen Sprechstunde können dann die richtigen Ansprechpartner oder Adressen für Probleme in den verschiedensten Lebenslagen vermittelt werden.

Auftakt für die wöchentliche allgemeine Diakonie-Sprechstunde ist am Freitag, 6. Februar, von 10.30 bis 11.30 Uhr. Zudem wird Beraterin Ulla Saalmann-König das neue Angebot am 14. Februar im Rahmen des Info-Cafés der Diakonie im MGH vorstellen. ▪ tbg

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