Wegen der Großbaustellen: Beherbergungsbetriebe im Kurort sollen entlastet werden

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Die Politiker diskutierten jetzt über die Folgen der Bauarbeiten für den Tourismus in Bad Sassendorf. Zumindest den Beherbergungsbetrieben will die Gemeinde finanziell entgegen kommen.

Bad Sassendorf - Führt die rege Bautätigkeit im Kurort dazu, dass die Beherbergungsbetriebe Umsätze verlieren? Und soll der Fremdenverkehrsbeitrag deshalb gesenkt werden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich jetzt der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde bei seiner Sitzung im Tagungszentrum.

Nach ausgiebiger Diskussion war der Ausschuss der Meinung, dass der Vorschlag der Verwaltung vom Rat angenommen werden solle. Der Fremdenverkehrsbeitrag soll beim sogenannten Gewinnsatz für Beherbergungsbetriebe demnach von Juli 2018 bis einschließlich Dezember 2019 voraussichtlich um fünf Prozentpunkte abgesenkt werden. 

Hinsichtlich der genauen Höhe wird die Verwaltung in der Ratssitzung noch konkrete Berechnungsmodelle vorstellen. In der Aussprache brachte Axel Droste (SPD) das Thema „Gleichbehandlung“ der Betriebe ins Gespräch. Er fragte sich, ob nicht auch Gastronomie und Gewerbe durch die Absenkung für mögliche Umsatzeinbußen entschädigt werden sollten und ob die Entschädigung nicht deutlich höher sein müsse als die vorgesehenen fünf Prozent. Dem widersprach Reinhold Häken (CDU), der feststellte, dass erst das vergangene Wochenende mit seinem schönen Wetter gezeigt habe, dass sehr viel Betrieb herrschte und Gastronomie und Geschäfte voll ausgelastet waren. 

Dem schloss sich Angelika Kolkmann (CDU) an, die bekräftigte, dass in den Gaststätten kaum ein freier Platz zu bekommen war. Bürgermeister Malte Dahlhoff erläuterte, dass er sich allenfalls vorstellen könne, dass Dauergäste oder Stammgäste wegen der Baustellentätigkeit ihre Besuche in Bad Sassendorf verkürzen oder gar streichen. Hierfür sollen die Betriebe eine finanzielle Entlastung erfahren. Er schlug vor, den Betrieb beim Gastro-Bereich und die Umsätze der Geschäfte in den kommenden Monaten zu beobachten. Falls sich Handlungsbedarf ergebe, könnten zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, indem der Kreis der Begünstigten durch die Absenkung des Fremdenverkehrsbeitrages in der Vorteilssatzung erweitert werde.

Auf dieser Linie lag auch Edwin Morch (SPD). Er sprach sich ebenfalls dafür aus, die Entwicklung zu beobachten und gegebenenfalls nachzujustieren.

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