Befragung "Vitale Innenstädte"

Ergebnis steht fest: Diese Schulnote geben Passanten dem Kurort

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Die Passantenfrequenz in der Fußgängerzone ist je nach Tageszeit und Wochentag unterschiedlich. An Wochenenden drubbeln sich die Besucher oft nur so, während der Mittagszeit ist wenig los.

Bad Sassendorf – Wie attraktiv ist das Zentrum vom Zentralort, sprich der Bereich, der in größeren Kommunen als Innenstadt gilt: Dieser Frage hat sich die Gemeinde gestellt und im vergangenen Jahr erstmals an der Umfrage „Vitale Innenstädte“ teilgenommen. Jetzt gibt es ein Ergebnis.

Zentrale Aussagen: Bad Sassendorf schneidet in der Kategorie „Gesamteindruck“ mit der Schulnote 2,1 überdurchschnittlich gut ab.

Beste Ergebnisse und damit die Benchmark setzt der Kurort bei den Kategorien „Sauberkeit“ und „Sicherheit“ mit den Noten 1,7 und 1,9. Als Manko empfinden viele die uneinheitlichen Öffnungszeiten der Geschäfte, dies wurde schlechter als im Durchschnitt bewertet. 

Besser sein könnten demnach auch die „Freizeitangebote“, die „Lebendigkeit der Innenstadt“ oder der Bereich „Sehenswürdigkeiten“. 

Diese Ergebnisse stellten Thomas Frye von der IHK Arnsberg, Bürgermeister Malte Dahlhoff und Wirtschaftsförderer Matthias Arndt von der Gemeinde, Marketingleiter Olaf Bredensteiner sowie Marco Milisenda und Volker Stein als Vertreter des Einzelhandels am Dienstag vor. 

Besonders hervor gehoben wurde dabei auch, dass das „Allgemeine Ambiente“ von den Befragten mit 1,9 ausgesprochen positiv bewertet wird. „Und das, obwohl wir 2018 mitten im Umbruch waren“, so der Bürgermeister. 

Beim Einzehandelsangebot werden die Bereiche „Bekleidung“ sowie „Uhren und Schmuck“ fast so gut wie in der Benchmarkkommune bewertet, vermisst werden Angebote im Bereich „Unterhaltungselektronik und Computer“ und ein Drogeriemarkt. Der Lebensmittelbereich wiederum wird mit der Note 1,9 überdurchschnittlich gut bewertet. Angebote, die in ähnlich großen Kommunen zum Versorgungsstandard gehören, also „Büro- und Schreibwaren“ oder „Optik“, werden dagegen durchschnittlich bewertet. 

Positiv beurteilten die Befragten im Bereich Gastronomie die Kategorien „Cafés und Eisdielen“, „Gaststätten“ oder „Außengastronomie“, der Dienstleistungsbereich (Friseur, Reinigung, Änderungsschneiderei) fällt dagegen mit der Note 2,8 ab. 

Deutlich werde an den Ergebnissen, dass das Angebot im Kurort stark auf die Gäste ausgerichtet ist, erklärte Frye. Dies gelte in besonderem Maße zum Beispiel für den Bereich Bekleidung, wo es im Kurort ausschließlich inhabergeführte Geschäfte gibt und keine einzige Filiale einer großen Kette. 

Von dieser besonderen Anbieterstruktur profitierten auch die Einwohner: „Das ist ein Stück Lebensqualität, das man ohne die Gäste nicht hätte.“ Aus dem dicken Bündel an Ergebnissen können die Akteure interessante Hinweise ablesen. Ob zum Beispiel geänderte Öffnungszeiten sich wirtschaftlich rechnen, sei aber auch immer die Frage, so Frye. 

Bürgermeister Dahlhoff bekräftigte, dass der Kurort in vielerlei Hinsicht schon auf dem Weg sei, sein Angebot breiter aufzustellen und für alle Generationen attraktiver zu werden. 

Wie wichtig hier zum Beispiel das Sole-Thermalbad als Magnet für Besucher ist, betonte Volker Stein vom Förderverein Tourist Office. „Uns fehlen zurzeit die Busse mit den Tagesgästen. Vier Busse, das macht 200 Besucher.“ 

Insofern richten sich die Hoffnungen auf die Zeit, wenn das neue Gradierwerk und die Sanierung der Sole-Therme fertig sind. 2020, wenn die nächste Befragung durchgeführt wird, weiß man, ob es wirkt.

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