Barrierefreier Bahnhof für Bad Sassendorf: Umbau rückt langsam näher

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Wegen des Höhenunterschieds ist der Zustieg in die Züge derzeit beschwerlich.

Bad Sassendorf – 2022 könnte für die Barrierefreiheit des Bad Sassendorfer Bahnhofs das entscheidende Jahr werden. Im Zuge der Modernisierungsoffensive drei (MOF 3) der Deutschen Bahn soll der Haltepunkt dann so umgestaltet werden, dass er ohne Hindernisse auch von Rollstuhlfahrern oder Müttern mit Kinderwagen benutzt werden kann. Dieses Ziel formulierten die Vertreter der Bahn am Mittwoch in der Sitzung des Bauausschusses.

Das größte Hindernis liegt bisher darin, dass die Bahnsteige für einen ebenerdigen Einstieg in die Züge etwa 70 Zentimeter zu tief liegen. Um dies zu beheben, sollen die Bahnsteige auf einer Länge von 190 Metern erhöht werden, erläuterte Kathrin Meiske im Namen der DB Netze AG. 

Dabei sollen die erhöhten Bahnsteige wegen Engstellen im Bereich der Bahnhofstunnels erst ab hier beginnen, am östlichen Ende müssen daher die Lärmschutzwände etwas versetzt werden. Die Enge des Bahnhofs sei auch dafür verantwortlich, dass im Bereich des Tunnels keine Aufzüge gebaut werden können, dazu seien die Abstände zu den Oberleitungen zu gering. 

Kontroverse Diskussionen ergaben sich im Ausschuss jedoch wegen der Gestaltung des Bahnhofstunnels. Das Problem besteht Meiske zufolge darin, dass er gemäß den Vorgaben etwas zu schmal und etwas zu niedrig sei. 

Ersteres habe zur Folge, dass eine Ausstattung mit Wandfliesen nicht möglich sei. Letzteres bedeute, dass keine Kastenrinne zur Entwässerung eingebaut werden könne. Die bisherige Situation sei aber ausreichend, da ja die Treppen zum Tunnel überdacht seien und allenfalls das von den Passanten abtropfende Wasser in den Tunnel gelange. 

Dem widersprachen die Ausschussmitglieder. Die aktuelle Entwässerung sei schwierig, wenn im Tunnel bisweilen Wasser steht und Fäkalien darauf schwimmen, berichtete Bürgermeister Malte Dahlhoff. 

Den Vorschlag Angelika Cosmanns (CDU), in den Tunnel eine Kastenrinne und einen Sickerschaft mit Pumpe einzubauen, erteilte Meiske eine Abfuhr. Jörg Seelmeyer, Bahnhofsmanager der DB für den Bereich Dortmund, der erst etwas später zu der Sitzung stieß, nannte dies wiederum eine mögliche Lösung. Diese Diskussionen zeigten, dass an manchen Punkten noch gefeilt werden muss.

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