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Rhododendronwald behutsam auslichten

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Von: Ludger Tenberge

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Der Rhododendronwald soll ausgelichtet werden, um den exotischen Büschen mehr Licht zu geben. Später soll geprüft werden, ob Nachpflanzungen von Rhododendren vorgenommen werden sollen.
Der Rhododendronwald soll ausgelichtet werden, um den exotischen Büschen mehr Licht zu geben. Später soll geprüft werden, ob Nachpflanzungen von Rhododendren vorgenommen werden sollen. © Dahm

Der Rhododendronwald am Kurpark soll behutsam ausgelichtet werden. Dies zum einen aus Gründen der Verkehrssicherheit, zum anderen soll darauf geachtet werden, dass die vorhandenen Rhododendronbüsche wieder ausreichend Licht bekommen.

Bad Sassendorf – Ob das Auslichten und weitere Pflegemaßnahmen wie Beschnitt und Düngen reichen, um die Rhododendren zu kräftigen, soll zunächst abgewartet werden. Im zweiten Quartal 2023 will der Ausschuss für Klima, Umwelt und Landschaftsschutz dann erneut beraten, ob das Nachpflanzen von Rhododendren sinnvoll ist. Falls ja, soll auf jeden Fall auf das Einbringen von Naturtorf verzichtet werden, indem andere, umweltschonende Substrate eingesetzt werden.

Rhododendronwald behutsam auslichten: So argumentiert die Politik

Diesen Beschluss haben die Ausschussmitglieder in der Sitzung am Donnerstag bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung seitens der Grünen angenommen.

Formuliert hatte diese Marschrichtung gleich zu Beginn der Diskussion Dr. Stefan Rux (SPD), indem er anregte, den Beschlussvorschlag der Verwaltung in mehrere Unterpunkte aufzudröseln. Dem folgten die Ausschussmitglieder weitgehend. Die Debatte drehte sich zudem um die Frage, inwieweit die 1987 gepflanzten Rhododendrenbüsche erhaltenswert seien.

Sind sie nicht unbedingt, lautete die Einschätzung von Gudrun Plesch (SPD). Dazu verwies sie auf Hinweise an sie aus der Bevölkerung.

Sind sie doch, erklärten Christel Bahlmann und Angelika Kolkmann (beide CDU) und verwiesen auf Hinweise aus der Bevölkerung. So führte Kolkmann die vielen Besucher an, die während der Rhododendronblüte das Wäldchen besuchen, um sich an den Büschen zu erfreuen. Eine Empfehlung an die Ausschussmitglieder lautete denn auch, sich im nächsten Frühjahr einmal selbst ein Bild davon zu machen.

Rhododendronwald behutsam auslichten: Das sagt die Verwaltung

Bürgermeister Malte Dahlhoff und Bauamtsleiter Wolfgang Stember äußerten sich einverstanden mit dem umformulierten Beschlussvorschlag. Zudem betonten beide, dass Bäume vor allem wegen der Verkehrssicherheit, wegen ungünstiger Statik oder wegen Krankheit gefällt werden sollen. Vereinzelt soll geprüft werden, wie durch die Entnahme von Bäumen die Rhododendren gefördert werden können. Letztlich, so Dahlhoff, gehe es um 150 Bäume, etwa 10 Prozent des Gesamtbestandes. In weiten Bereichen, wo keine Rhododendren stehen, bleibe der Wald bis auf die Verkehrssicherheit unangetastet, bekräftigte der Ausschussvorsitzende Frank Trockels (CDU).

Den Einwand von Carsten Rocholl (Grüne), vor dem Fälle müsse der Artenschutz ausführlich dokumentiert werden, ließ Stember nicht gelten. Bevor ein Baum gefällt wird, werde er, wie dies vorgeschrieben ist, ohnehin bezüglich Baumhöhlen und anderen Belangen des Artenschutzes eingehend untersucht.

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