Hier geht in Bad Sassendorf das Licht an

Bad Sassendorfer taucht ein Haus in ein Lichtermeer

Haus Kaiserstraße 24, Bad Sassendorf
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Das Haus in der Kaiserstraße strahlt im Glanz einiger Tausend LED-Lichter.

Der Bad Sassendorfer Frank Schibrowski lässt sein Fachwerkhaus in der dunklen Jahreszeit mit Glanz und Gloria leuchten.

Bad Sassendorf – „Mama, wann fliegt der Schlitten denn in den Himmel?“ Das fragen Kinder häufig, wenn sie das kleine Fachwerkhaus in der Kaiserstraße sehen, das immer im Spätherbst und Winter im Glanz Tausender LED-Lichter glänzt. Bewohner Frank Schibrowski zaubert mit Geduld und Geschick Bilder wie aus dem Märchen und freut sich, wenn die Kinder staunend schauen, strahlen und ihre Fantasie spielen lassen.

Auch junge Eltern bleiben fasziniert stehen, um ihren Sprösslingen die Geschichte von Rentier Rudolph mit der roten Nase zu erzählen und vom Dorf des Weihnachtsmannes am Nordpol.

Das Häuschen in der Kaiserstraße ist ein Blickfang. Seit er dort einzog, verwandelt der Altenpfleger Frank Schibrowski das gesamte Anwesen in eine malerische Winterlandschaft. Meist beginne er schon im Sommer mit den Vorbereitungen, schildert er. Offenbar gehen ihm nie die Ideen aus. Um umzusetzen, was ihm vorschwebt, nimmt er auch weite Wege in Kauf. „Ich wollte immer schon einen Schlitten haben“, erzählt er.

Der Bad Sassendorfer entdeckte im Netz auch ein passendes Gefährt, das allerdings lediglich aus ein paar einfachen Metallstäben bestand und gründlich aufgemöbelt werden musste. Er holte den Internet-Fund in die Börde, machte sich an die Arbeit, baute zunächst ein stabiles Untergestell und strich das Ganze zum Schluss in Rot und Gold an – die klassische Farb-Kombination, die er bevorzugt. „Ich mag kein buntes Geblinke“, hebt er hervor.

Der Sassendorfer steckt ungezählte Stunden in die Freizeitbeschäftigung, die es ihm ermöglicht, seine Kreativität und seine künstlerische Ader auszuleben. Kinder bedanken sich mit Bildern, die sie für ihn gemalt haben und dann vor die Tür legen oder am Elch auf der Bank befestigen. Deshalb bekommen sie in diesem Jahr auch einen eigenen Postkasten für ihre Werke.

Einen Baum schmücken kann jeder. Die Ketten mit den glitzernden Kerzen aber so zu platzieren, dass Passanten interessiert verweilen, um die Details am Giebel und im Garten genauer anzusehen, das erfordert schon eine besondere Begeisterung. „Ich habe eine gute Vorstellungskraft“, sagt Frank Schibrowski. Er berichtet, dass die geheimnisvolle Weihnachtszeit zu seinen schönsten Kindheitserinnerungen gehöre. Viele der Traditionen seien im Laufe der Zeit verloren gegangen, meint er. Mancher kaufe lieber fertig, was sein Herz begehre oder was er verschenken möchte, er jedoch gehe lieber in die Werkstatt. Sein Antrieb: „Anderen eine Freude machen. Eltern und ihre Kinder sollen Spaß haben.“ Mit dem Starttermin 2. November – immer am Tag nach Allerheiligen – wird es hell in der Kaiserstraße. Im Haus selber umgibt sich der Bewohner nicht mit weihnachtlicher Deko, dafür leuchtet es draußen umso mehr. Selbst dann, wenn die Lichter im Januar erlöschen, wird es dem passionierten Handwerker nicht langweilig. Er hat das Drechseln für sich entdeckt, ein vielseitiges Hobby, dem er sich noch intensiver widmen möchte.

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