Ausbildungsmesse in Ini-Gesamtschule bietet Einblicke in viele Bereiche

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In der Mensa standen eher Verwaltungsberufe im Mittelpunkt, in der Halle das Handwerk.

Bad Sassendorf – „Back’ Dir Deine Zukunft!“ Passend zu diesem Slogan des Bäckerhandwerks gab es am Freitagmorgen mit der Ausbildungsmesse in der Ini-Gesamtschule die passenden Rezepte. Und die jugendlichen Besucher mussten keineswegs kleine Brötchen backen, mit mehr als 30 Ständen aus den Bereichen Handwerk, Studium und Verwaltung war eine Fülle an Informationen über verschiedene Berufsfelder verfügbar.

Praktische Übungen oder Einblicke inklusive: Am Stand der Firma KTM Gebäudetechnik konnte ausprobiert werden, wie Gewinde in Rohrenden geschnitten werden, bei Malermeisterin Yvonne Brune kamen Farben und Pinsel zum Einsatz und bei der Tischlerei Bahne wurde gesägt und gebohrt. Während sich in der Turnhalle der Schule etliche Handwerksbetriebe präsentierten, waren Verwaltungsberufe und ähnliche Ausrichtungen in der Mensa der Schule vertreten. 

Die Bandbreite reichte von der Fachhochschule Südwestfalen über Finanzverwaltung, Polizei und Bundeswehr bis zu Handel und Gastronomie. Ergänzt wurde das Programm um diverse Vorträge, für die sich die Schüler auch zuvor online anmelden konnten. 

Immerhin sind alle weiterführenden Schulen aus dem Kreis zu der Ausbildungsmesse eingeladen, berichtete der Bad Sassendorfer Wirtschaftsförderer Matthias Arndt für die Organisatoren. Angesprochen waren Schüler ab Klasse acht, weil die Berufsorientierung in diesem Jahrgang mit den Praktika zunehmend konkret wird. Nach den Erfahrungen aus der Premiere vor zwei Jahren, als etwa 400 Schüler zum Messebesuch kamen, wurden einige Abläufe verbessert, berichtete Arndt. So wurde stärker darauf geachtet, dass die unteren Jahrgänge im Unterricht gebunden bleiben. 

Und was sagen die Teilnehmer? Bei Laura und Lena, beide 13 und Schülerinnen der Ini-Gesamtschule, kam die Messe bestens an. Beide streben eventuell einen Beruf im sozialen Bereich an, und Informationen darüber zu bekommen, war offenkundig nicht schwer. „Die Leute von den Ständen sprechen einen an und es wird auch viel erklärt“, sagte Laura. 

Positiv schätzt auch Tischlermeister Andreas Bahne die Messe ein: „Die ist sehr wichtig, weil wir als Handwerker in der Situation sind, dass die Jugendlichen nicht mehr von sich aus zu uns kommen, deshalb müssen wir selbst auf die Jugendlichen zu gehen.“ Das klappt Bahne zufolge gut, Die Tischlerei mit fünf Auszubildenden hat derzeit bereits vier Bewerbungen vorliegen. 

Insgesamt scheine sich der Nachwuchsmangel im Handwerk langsam abzumildern, mehr Betriebe als früher würden auch wieder selbst ausbilden, berichtet Bahne. Dann muss er sich wieder um die jungen Leute kümmern, die an seinem Stand praktische Aufgaben meistern wollen: „So, Männers, weiter geht’s!“

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