Sommertour-Teilnehmer bekommen Infos

Die Vorfreude aufs neue Gradierwerk in Bad Sassendorf steigt

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Der neue Saunabereich mitsamt dem geplanten Schwebebecken machte großen Eindruck auf die Teilnehmer der Sommertour.

Bad Sassendorf – Durch die große runde Öffnung ging es ins Innere des riesigen Bauwerks und beim dem Gang durch stellte sich für viele endlich wieder ein Gradierwerk-Feeling, wie man es von dem alten Bauwerk kannte. Dass die Sole noch nicht tropft und vieles noch im Bau befindlich ist, störte da nur wenig, die Vorfreude auf die Fertigstellung war den Teilnehmern deutlich anzumerken.

Der Gang über die Baustelle des neuen Gradierwerks war zweifelsohne der Höhepunkt der Anzeiger-Sommertour mit Bürgermeister Malte Dahlhoff. Aus nächster Nähe zu sehen, wie die Saline aus Ständerwerk, Schwarzdornbündeln und sonstigen Einbauten entsteht, war eine einmalige Angelegenheit, vor allem deshalb, weil der Bürgermeister die technischen Raffinessen des neuen Gradierwerks aus erster Hand erläuterte. Dazu gehörten auch einige Episoden aus der Planungsphase. 

Etwa die, dass die Planer Anfangs keine Probleme damit sahen, dem Gradierwerk einen Aufzug zu verpassen. Als es konkret wurde, hätten die Planer jedoch entsetzt reagiert: Empfindliche Aufzugtechnik direkt der salzhaltigen Luft ausgesetzt, das erschien denn doch gewagt. Die Folge: Der Aufzug musste recht aufwendig geplant werden und entspricht nun dem Standard aus der Chemieindustrie. 

Barrierefreier Kurpark

Zugleich verdeutlicht der Aufzug eines der zentralen Anliegen des Projekts Kurpark 3.0, nämlich die möglichst barrierefreie, inklusive Ausrichtung, dies zeigte sich bei dem Rundgang an verschiedenen Stellen, etwa bei den Erläuterungen zu der integrativen Begegnungsfläche mit Spiel- und Freizeitangeboten für Jung und Alt im Bereich der ehemaligen Liegewiese. Zur barrierefreien Nutzung gehört insbesondere auch die Gestaltung der Wege: Der dunkel abgesetzte Rand soll Sehbehinderten helfen, Blinde können sich mit ihren Stöcken an dem kleinen Versatz am Rand orientieren. Für die Reha-Patienten wird es im Kurpark zudem eine Art Trainingsstrecke geben, die unebenen Untergrund bietet, wie er in vielen Städte oft zu finden ist. 

Von der Höhe des Gradierwerks genossen die Teilnehmer den Blick über den Kurpark und auf den neuen Saunabereich der Sole-Therme.

Die zweieinhalbstündige Tour durch den Kurpark und über die Baustellen des Gradierwerks und der Sole-Therme nutzte der Bürgermeister für umfassende Informationen über die Baumaßnahme. Bezüglich der Gartenspange stellte er das Ziel von vielen blühenden Beeten inmitten den Kurparks vor. Anhand des Hotels „Schnitterhof“, der Klinik im Park und der Kinderfachklinik verdeutlichte Dahlhoff, dass die Investitionen der Gemeinde in die Infrastruktur erhebliche Investitionen der privaten Hand nach sich ziehen. Der Spaziergang führte an vielen Punkte auch vor Augen, was noch alles umgesetzt werden soll. 

Der Spaziergang durch den Kurpark war gespickt mit vielen Hintergrundinformationen.

Die Gestaltung eines strandartigen Bereichs beim Café Brunnenhaus ist ein Beispiel, die Anlage einer Minigolfanlage mit 18 Bahnen oder der Bau eines Platzes für Fußballbillard sind weitere Stichworte. Wie viel bereits geschafft wurde, verdeutlichte Dahlhoff mit der Renaturierung der Rosenau, die den ersten Bauabschnitt bildete. Die Freilegung einer Quelle und die Gestaltung einer naturnahen Bachaue sind augenfällig. Dass der Bau der neuen Brücken, die mit leichten Fahrzeugen befahren werden können, die Arbeit des Bauhofs durch kürzere Wege erheblich vereinfacht, war für eine von vielen interessanten Hintergrundinformationen. 

Bürgermeister Malte Dahlhoff (rechts) erläuterte viele Hintergründe zum Bau der neuen Saline.

Über die verschiedenen Stationen ging es schließlich zum Höhepunkt, dem Besuch der Baustellen fürs neue Gradierwerk und an der Sole-Therme. Wie Dahlhoff erläuterte, besteht eine einzigartige Neuerung in der Verbindung des Gradierwerks mit der Sole-Therme, Wie bei der alten Saline wird die Sole durch die Gradierung konzentrierter, nun könne sie in dem Schwebebecken jedoch konkret genutzt werden. Dahlhoff: „Unser Gradierwerk ist nicht das längste und nicht das größte, aber von den Nutzungsmöglichkeiten her wird es vielseitiger sein als alle anderen, und dass wir an den historischen Produktionsprozess des Salzsiedens anknüpfen können, wird einzigartig sein.“

Durch einen der großen runden Durchgänge ging es ins Innere des neuen Gradierwerks, das weckte bei vielen Erinnerungen an das alte Vorgängerbauwerk.

 Die Vorfreude auf die künftigen Nutzungsmöglichkeiten war den Teilnehmern der Sommertour anzumerken. Das Ehepaar Schuster überprüfte sogleich, ob die Bänke in den Saunen tief genug sind, damit man vor den Füßen der höher Sitzenden genügend Platz hat. Man hat, lautete das Ergebnis. Das weitere Fazit: Die Saunen sind auf dem neuesten Stand, die Materialien hochwertig, alles gut durchdacht. 

Sommer-Tour zum Gradierwerk

Sehr beeindruckt zeigten sich auch Helge Fortmeier und ihre Freundin Nicole Kühle. Im großen Ruheraum der Sauna schauten sie sich gleich nach ihrem künftigen Lieblingsplatz um. „Das ist alles sehr gut durchdacht, wir freuen uns schon auf die Eröffnung“, berichtete Helge Fortmeier. 

Neuer Saunabereich öffnet Anfang September

Dieses Warten dürfte bald ein Ende haben: Anfang September, so der Bürgermeister, soll der neue Saunabereich eröffnet werden. Zuvor können sich alle Interessierten ebenfalls noch mal ein eigenes Bild machen: Für den 1. September ist ein Tag der offenen Baustelle vorgesehen.

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