Anwohner in Gülle-Angst

LOHNE ▪ Aufgeschreckt durch den Anzeiger-Artikel vom 13. Januar über einen möglichen Verkehr schwerer Treckergespanne mit Güllefässern oder großen Lastwagen durch die Ortsmitte von Lohne, sahen sich einige Lohner Bürger zum Handeln veranlasst. Hauptsächlich betroffen von diesem möglichen Transportverkehr fühlen sich die Anlieger des Hellwegs.

Die Lohner Gruppe um Frank Keinhorst nutzte jetzt das Angebot des BG-Fraktionsvorsitzenden Dr. Jürgen Mahlstedt, das Problems auf der Fraktionssitzung im Haus-Rasche-Neugebauer vorzutragen. „Parteipolitisch nicht fixiert“, so Keinhorst, „wehren wir uns gegen eine solche Verkehrsführung über den Hellweg. Uns geht es um Sicherheit und Ruhe, aber auch um Fakten und den Stand der bisherigen Entwicklung in Erfahrung zu bringen.“

So habe sich Lohne mit seinenmehr als 2 000 Einwohnern zu einem Wohngebiet mit jungen Familien entwickelt zu dem auch drei Kindergärten und eine Kinderbetreuungseinrichtung sowie mehrere Spielplätze gehören, argumentierte Christian Theopold.

Schulkinder nutzen die Bushaltestelle, Kurgäste und Senioren genießen den Spaziergang durch Lohne und Radwanderer befahren den Hellweg. Ein sicheres und ruhiges Lohne für Alle mit einer Verkehrsberuhigung mit Tempo 30 und kein Schwerlastverkehr wäre das Mindeste, forderte Theopold.

Professor Peter Fuchs unterstrich den Wunsch nach Ruhe und fügte hinzu: „Die Bürger von Lohne fühlen sich massiv bedroht, aber wir wollen keine Konfrontation – wir wollen uns austauschen.“ Alfred Topp ergänzte, dass sogar zwei der Kindergärten direkt am Hellweg liegen. Sicherlich verständliche Argumente, so der Fachbereichsleiter der Gemeinde, Wolfgang Stember, aber soweit es die Straßenverkehrsordnung hergibt, bestehe die freie Wahl der Wege.

Würde eine Tonnagebegrenzung eingeführt seien auch alle anderen Verkehrsteilnehmer davon betroffen, erklärte Stember. Auf keinen Fall könne der Hellweg als Hauptverkehrsstraße als verkehrsberuhigte Straße eingestuft werden. Letztendlich aber sei die Einschätzung des Kreises Soest als Straßenbaulastträger von Bedeutung. Und hier schlug Stember vor, beim Kreis ein Verkehrsprofil für den Hellweg zu beantragen, um Daten und Fakten zu bekommen.

Zusammenfassend erklärte Fraktionsvorsitzender Mahlstedt, dass das Problem Gülletransporte durch Lohne erkannt wurde und dass man sich zusammensetzen will, um einen dementsprechenden Antrag zu formulieren: „Wir werden das Vorhaben mit Sympathie begleiten.“

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