Junge und alte Helfer fleißig

Alle packen an: Projekt Kunstrasenplatz motiviert SC Neuengeseke

+
Für den Bau des Kunstrasenplatzes in Neuengeseke packen alle, jung und alt, voller Tatendrang an.

Neuengeseke - Schon früh um Acht waren die Fleißigen am Samstagmorgen auf den Beinen. Sträucher stutzen, Wege säubern, Rasen mähen, Kleinkram wegräumen, den Rasenplatz walzen und Pflastersteine aufnehmen und auf Paletten stapeln – zu tun gab es wieder reichlich für die Freiwilligen des Sportvereins, und schon die Jüngsten packen mit an.

„Das ist heute der dritte Arbeitseinsatz“, berichtete der zweite Vorsitzende Andreas Bahne: „Bis Ende Oktober wollen wir mit allem fertig sein, auch mit dem neuen Kunstrasenplatz.“ 

Dass das klappen kann, da sind die Sportler recht zuversichtlich. Gut, das Wetter muss mitspielen, die Freiwilligen müssen weiter so eifrig mit anpacken wie bisher. Andreas Bahne zeigt in die Runde: „Heute sind es wieder 20 Leute, die ganz früh aus den Federn gehüpft sind, um hier dabei zu sein – da kann man nur ganz deutlich Dankeschön sagen. Wenn das so bleibt, mache ich mir um den Zeitplan keine großen Sorgen.“ Eine Walze tuckert derweil über das Spielfeld, plättet Bahn für Bahn den alten Rasen. 

Mit Schubkarren und Treckern unterstützen die Neuengeseker die „Profis“ mit ihren Baumaschinen.

Neben dem Rasenplatz wird viel Erdreich bewegt: Bagger einer Fachfirma machen sich die Schaufeln voll und kippen den wartenden Treckern die Erde auf die Anhänger. Die kippen ihre Ladung dann ein paar Meter weiter wieder ab. Ein Walzenzug macht alles platt: Zwei Meter Höhenunterschied auf dem Gelände gilt es auszugleichen, das ist Arbeit für die Baumaschinen der Profis. „Vorarbeiten für den Kunstrasenplatz, der Untergrund muss passen“, erklärt Andreas Bahne, „Der Platz liegt quer zum bisherigen Rasenplatz und wenn das Gefälle passend ausgeglichen ist, wird da Kunstrasen mit Korkgranulat verlegt. Kork ist okay für die Umwelt – und wir haben die Entscheidung für Kork schon bewusst gefasst, da gab es die Diskussion um dieses Kunststoffgranulat bei vielen anderen Plätzen noch gar nicht...“ 

Alle sind motiviert

Um 8 Uhr haben alle angefangen. Bahne: „Kurze Einweisung, und dann geht es los. Jeder hat seine Aufgaben und alle sind voll motiviert – wir wollen ja zügig fertig werden. Frühstück hat’s schon gegeben. Meine Frau Silke organisiert das zusammen mit weiteren Frauen, das klappt prima, da muss man den Damen auch mal ordentlich Danke für sagen.“ Mittags, erzählt Bahne weiter, da werde gegrillt – oder es wird gekocht, was so an Essenspenden zusammengekommen ist: Um 13 Uhr ist Schluss mit den Arbeiten, dann gibt es was auf die Gabel. „Das haben sich dann auch alle verdient – ich bin richtig stolz auf die Truppe.“ 

Die Helfer werden mit Frühstück und Mittagessen versorgt. Im Hintergrund ist die neu entstehende Fläche für den Kunstrasenplatz zu erkennen.

Das Budget ist sechsstellig: 700 000 Euro sind für den Kunstrasenplatz veranschlagt. Bahne kann die Zahlen inzwischen runterbeten: „450 000 Euro kommen vom Land, 250 000 Euro legt die Gemeinde dazu, und gemacht wird das von einer Fachfirma aus Ahlen.“ Der Verein schultert alles, was sonst noch nötig ist – und das ist einiges. Bahne: „Da sind die Außenanlagen, die auf Vordermann gebracht werden wollen, dazu gibt es Pflasterarbeiten, Ballfangzäune und Unterstände müssen aufgebaut werden, und wir werden auch das eine oder andere neu anschaffen müssen – so um die 70 000 bis 80 000 Euro müssen wir stemmen. Als Verein sind wir da glücklich über jeden Euro, der als Spende hereinkommt.“ 

Arbeitseinsatz beim SC Neuengeseke

Dass die Investition den SC Neugeseke einen Riesenschritt voranbringt, das unterstreicht Andreas Bahne ganz dick: „Der Kunstrasenplatz ist wichtig für eine nachhaltige Jugendarbeit hier beim SCN: Gute Bedingungen brauchen wir, damit wir Nachwuchs bekommen und halten können. Bislang mussten die Jüngeren ja immer woanders trainieren, weil wir hier eben keinen Kunstrasen hatten. Diese Fahrerei hat dann ein Ende.“ 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare