Saftige Bußgelder

Second-Hand-Möbel vor die Tür stellen: Wieso das Verschenken richtig teuer werden kann

Keller ausmisten große Wanduhr
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Ob man Aussortiertes zum Verschenken an den Straßenrand stellen darf, kommt auf die jeweilige Gemeinde an.

Viele stellen nach dem Ausmisten Möbel oder Kisten mit Büchern, Geschirr und anderen Kleinteilen zum Verschenken an den Straßenrand. Das ist gut gemeint, kann aber mit einem saftigen Bußgeld enden.

In der Corona-Krise hatten viele endlich einmal Zeit, um Dachboden, Garage und Kellerräume zu entrümpeln. Doch warum alles direkt entsorgen? Schließlich freut sich bestimmt der ein oder andere über einen etwas altmodischen Sessel* oder einen unbenutzten Bilderrahmen. Da bietet es sich an, die Dinge vor das Haus oder die Wohnung zu stellen und mit einem „Zu verschenken“- oder „Bitte mitnehmen“-Schild zu versehen. Auch wenn das auf den ersten Blick als eine gute Idee erscheint, sollte man vorsichtig sein — im Zweifelsfall müssen Sie diese Aktion teuer bezahlen.

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Sperrmüll und Gebrauchtes: Wann droht ein Bußgeld?

Ob Sie eine Genehmigung brauchen, um Sperrmüll abzustellen, hängt stark von Ihrem Wohnort ab, wie auch chip.de berichtet. Jede Gemeinde oder Stadt handhabt das etwas anders. In den meisten Fällen müssen Sie allerdings davon ausgehen, dass Sie nur eine bestimmte Menge an Gebrauchtem herausstellen dürfen, und dies auch nur für eine zeitlich begrenzte Dauer

Informationen dazu, was in Ihrer Region erlaubt ist, erfragen Sie am besten vorher beim Landratsamt oder der Stadtverwaltung. Im schlimmsten Fall könnten die Behörden Ihre Geschenkaktion nämlich als „wilde Müllablagerung“ einstufen, wie verschiedene Abfallwirtschaftsbetriebe laut chip.de mahnen.

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Dinge zum Verschenken rausstellen: Das müssen Sie beachten

Wenn die Müllabfuhr im Auftrag des Ordnungsamtes kommen muss, um Ihre gebrauchten Gegenstände zu beseitigen, können Sie sich schon mal auf ein Bußgeld einstellen. Daher sollten Sie von vornherein vermeiden, dass Ihr abgestelltes Hab und Gut als Müllablagerung betrachtet wird.

Dazu sollten Sie regelmäßig den Zustand der Dinge, die Sie an die Straße gestellt haben, überprüfen und leere Pappkartons selbstverständlich entsorgen. Regnet es, räumen Sie besser sofort alles rein – schließlich nimmt niemand nasse Bücher oder einen verdreckten Stuhl mit.

Wenn Sie einen eigenen Garten oder eine Garage haben, ist es besser, kleinere Dinge dort zu präsentieren. Wohnen Sie in einem Mietshaus mit mehreren Parteien, ist eine vorherige Nachfrage bei der Hausverwaltung am besten — und auch mit deren Erlaubnis sollten Sie darauf achten, dass Ihr Karton so steht, dass niemand darüber stolpern kann. (lw) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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