Tipps für Hobbygärtner

So überleben Topfpflanzen während des Urlaubs

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Ein automatisches Bewässerungssystem mit Schlauch kann Balkonpflanzen während eines Urlaubs für längere Zeit versorgen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Damit die Balkonpflanzen während des Sommerurlaubs nicht eingehen, setzen viele auf die Hilfe von Nachbarn oder Freunden. Aber auch mit einigen technischen Hilfsmitteln lässt sich sicherstellen, dass die Pflanzen ausreichend Wasser bekommen.

Bonn (dpa/tmn) - Wer in den Sommerferien verreist, muss jemanden finden, der sich in der Zeit um die Pflanzen kümmert. Denn ausgerechnet dann sind die Balkone voller Topfpflanzen, die je nach Witterung sogar täglich Wasser benötigen. Doch man kann den Aufwand des Helfers verkleinern:

- Töpfe mit Wasserspeicher: Sie sind eine tolle Lösung für wasserbedürftige Pflanzen und für Trockenphasen. Denn die Pflanzen können sich bis zu einem gewissen Grad selbst versorgen - über ein integriertes Wasserreservoir.

Wichtig ist hier: Nur bereits angewachsene und eingewurzelte Pflanzen können sich darüber selbst versorgen, erläutert die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Bis dahin muss frisch gepflanztes Grün noch normal über die Erde gewässert werden.

Alternativ lässt sich ein Wasserspeichervlies in den Topfboden geben, darauf kommt dann die Erde. Oder man reichert das Substrat mit Granulat an, das Gießwasser besser zwischenspeichert.

- Bewässerungssysteme: Für einfache Töpfe gibt es als Ergänzung ausgeklügelte Bewässerungssysteme im Handel. Einfache und recht günstige Lösungen sind etwa Ton-Kegel, die am besten schon bei der Bepflanzung in den Topf gesteckt werden, sodass die Wurzeln sich drumherum bilden können.

In die Kegel kommen mit Wasser gefüllte Flaschen, die nach und nach ihren Inhalt abgeben. So können Balkon-Sitter auch mal ein paar Tage Pause einlegen. Teurere Varianten sind computergesteuert Schlauchsysteme, die einen Wasseranschluss brauchen - hiermit könnte man sogar ohne einen Helfer die Pflanzen durch den Urlaub bringen.

- Große Kübel: Je kleiner ein Topf ist, desto schneller trocknet die Erde aus. Die Pflanzen sind also grundsätzlich besser in größeren Kübeln dran.

- Robuste Pflanzen: Gerade unter den Kräutern und Zierpflanzen gibt es einige Exemplare, die besser mit zeitweiliger Trockenheit klarkommen. Wer also einen langen Urlaub im Sommer einlegt, sollte überlegen, seine Balkonbepflanzung anzupassen.

Besser mit Trockenheit zurecht kommen zum Beispiel Thymian, Rosmarin, Palmlilie und Oleander sowie Königskerze (Verbascum), Woll-Ziest (Stachys byzantina), Lavendel und Blauraute (Perovskia abrotanoides).

Auch Geranien (Pelargonium), Portulakröschen (Portulaca grandiflora), Kapkörbchen (Dimorphotheca und Osteospermum) und die Garten-Mittagsblume (Dorotheanthus bellidiformis) können sich länger selbst versorgen.

Tipps der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

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