Mit der Sense den Rasen im Garten mähen

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Locker und mit Schwung muss man eine Sense führen. Für Anfänger ist das gar nicht so leicht. Foto: Patrick Pleul

Wer seinen Rasen mit einem lauten elektrischen Rasenmäher schneidet, kann seine Nachbarn damit ganz schön nerven. Mit einer Sense ist das kein Problem: Sie gleitet relativ leise durchs Gras. Wichtig ist, sie richtig zu halten, um Verletzungen zu vermeiden.

Wangen (dpa/tmn) - Eine Sense kann im Garten eine Alternative zum Rasenmäher sein. Die Vorteile: Sie braucht keinen Treibstoff oder Strom und verursacht wenig Lärm. So kann der Rasen beispielsweise auch sonntags geschnitten werden, sagt Karsten Schmidt vom Deutschen Sensenverein.

Karsten Schmidt leitet Seminare, in denen er Anfängern die Grundkenntnisse des Sensens beibringt. "Wer ein bisschen Übung hat, ist mit der Sense genau so schnell wie mit dem elektrischen Rasenmäher", sagt er.

Der Nachteil: Rasenbesitzer müssen das Grün erst geduldig wachsen lassen, bevor sie tätig werden. Denn die Halme sollten fünf bis zehn Zentimeter lang sein, um sie gut mit der Sense trimmen zu können. Ist das Gras feucht, fällt das Schneiden leichter.

Viele haben anfangs Angst, sich mit dem scharfen Sensenblatt zu verletzen. "Das ist bei der richtigen Haltung gar nicht möglich", sagt Schmidt. Grundsätzlich bewegt man das Sensenblatt beim Mähen vom Körper weg, so besteht keine Verletzungsgefahr. Am besten halten Gärtner das Gerät dabei so, dass die rechte Hand vorne ist - selbst wenn sie Linkshänder sind.

Wer sich eine neue Sense zulegen möchte, sollte darauf achten, dass sie individuell auf die eigene Größe einstellbar ist. Um die 80 Euro sollten Hobby-Gärtner für eine neue Sense ausgeben, noch einmal mal 40 bis 50 Euro für ein gutes Sensenblatt. Das muss regelmäßig mit Hilfe von Amboss und Hammer geschärft werden - dann hält es auch lange. Unmittelbar während des Mähens sollte das Blatt darüber hinaus nach jedem dritten bis vierten Sensenschlag einmal mit einem Naturstein gewetzt werden.

Deutscher Sensenverein

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