Ein "gravierendes Problem"

Zahl der Wohnungseinbrüche nimmt dramatisch zu

+
Ein vermummter Einbrecher betritt über eine Terrassentür eine Wohnung in München.

Berlin - Seit Jahren steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland. In Bayern wurde 2014 die bislang größte Zunahme verzeichnet. Die Politik hat erkannt: Es handelt sich um ein "gravierendes Problem".

In Deutschland hat die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Häuser im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf vorläufige Angaben der Landeskriminalämter. Demnach registrierten die Bundesländer 2014 einen durchschnittlichen Anstieg der von der Polizei erfassten Fälle um rund zwei Prozent. Im Jahr 2013 waren deutschlandweit rund 149.500 Einbrüche erfasst worden. Das war ein Plus von 3,7 Prozent und ein Höchststand der vergangenen Jahre gewesen.

Bayern verzeichnete laut der "WamS" 2014 die größte Zunahme bei den Wohnungseinbrüchen. Dort gab es dem Bericht zufolge 28,6 Prozent mehr Einbrüche. Weniger Einbrüche gab es demnach im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, wo die Zahl erstmals seit 2007 sank und um 3,9 Prozent abnahm.

Wegen der insgesamt steigenden Zahlen hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Samstag Steueranreize vorgeschlagen, um den Einbruchsschutz an Fenstern und Türen zu verbessern. Der SPD-Innenpolitiker Burkhard Lischka zeigte sich offen für den Vorschlag. Die steigende Zahl der Einbrüche sei ein "gravierendes Problem" und verunsichere viele Bürger, sagte der innenpolitische Sprecher des SPD-Bundestagsfraktion der "WamS". "Insofern sind wir für Vorschläge zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität offen". Lischka zeigte sich zuversichtlich, zusammen mit der Union zeitnah Maßnahmen beschließen zu können.

Lesen Sie auch:

Polizei gibt Tipps zum Schutz gegen Einbrecher

AFP

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare