Neue Heizungspumpe für den Klimaschutz

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Das für viele Beobachter enttäuschende Ergebnis des Klimagipfels in Kopenhagen hat gezeigt, dass man sich beim Klimaschutz nicht allein auf die Politik verlassen darf. Vor allem die Bewohner von Industrienationen müssen selbst aktiv werden, um die CO2-Emissionen zu reduzieren.

Deutschland verursacht pro Einwohner und Jahr knapp zehn Tonnen CO2 und liegt damit deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von rund 4,4 Tonnen. Dabei gibt es eine Vielzahl von Ansätzen, wie man Energie sparen und damit die Emissionen senken kann. Der Verzicht auf das tägliche Föhnen der Haare würde beispielsweise 17,5 kg weniger CO2 im Jahr bringen. Der Kauf eines neuen Fernsehers mit Eco-Label macht bereits 30 kg aus. Und wird beispielsweise eine herkömmliche Glühbirne, die fünf Stunden am Tag leuchtet, durch eine Energiesparlampe ersetzt, ergibt das sogar eine Ersparnis von 50 kg CO2 jährlich.

Größster Klimasünder ist meist im Keller

Damit ist das Energiesparpotential jedoch bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Vielmehr sollte für Hausbesitzer der erste Weg in den Heizungskeller führen, denn oft verbirgt sich hier einer der größten Klimasünder des Haushalts. In Deutschland gibt es rund 25 Mio. alte, ungeregelte Heizungspumpen, deren hoher Stromverbrauch die Umwelt belastet. Je nach Leistung und Bauart verursacht eine einzige dieser Pumpen jährlich CO2-Emissionen von bis zu 456 kg und übertrifft damit die anderen Großverbraucher im Haus wie Elektroherd, Kühlgerät und Kühlschrank deutlich.

Um sage und schreibe 90 Prozent lassen sich die die CO2-Emissionen und damit auch die jährlichen Stromkosten für den Betrieb der Heizungspumpe mit einer neuen Hocheffizienzpumpe senken. Neue Modelle namhafter Hersteller weisen einen Verbrauchswert von nur noch 46,5 kWh oder umgerechnet neun Euro im Jahr für ein typisches Einfamilienhaus auf. Dies wurde durch den TÜV SÜD nach dem Standard-Messverfahren des Europumps Commitments zertifiziert. Damit verbraucht neue Modelle nur halb so viel Strom wie nach der aktuell besten Energieeffizienzklasse A gefordert. Die CO2-Emissionen lassen sich so auf nur noch 27 kg im Jahr reduzieren Damit ist die Hochleistungspumpe ein Klimaschützer, denn sie erspart der Umwelt im Vergleich zu ungeregelten Pumpen jährlich bis zu 430 kg des schädlichen Treibhausgases.

Millioneneinsparungen möglich

Wollte man das CO2-Einsparpotential, das in der Hocheffizienzpumpe steckt, auf anderen Wegen erschließen, müsste man beispielsweise 23 Jahre lang das Haus mit nassen, ungeföhnten Haaren verlassen. Alternativ könnte man auch auf rund 4.900 Kilometer in einem Kompaktwagen oder 2.430 Kilometer in einem Geländefahrzeug verzichten und die entsprechende Strecke zu Fuß zurücklegen. Ein flächendeckender Austausch aller noch vorhandenen Altpumpen gegen moderne Hocheffizienzpumpen brächte Stromkosteneinsparungen von rund 1,6 Milliarden Euro und würde das Klima jährlich um 5 Millionen Tonnen CO2 entlasten, was den Emissionen eines mittelgroßen Kohlekraftwerks entspricht.

Hinzu kommt, dass sich der vorzeitige Austausch einer noch nicht defekten Altpumpe für die Haushaltskasse durch die damit verbundene Stromersparnis schon nach wenigen Jahren rechnet. In 10 Jahren kommt so eine Stromkostenersparnis von über 1.000 Euro zusammen. Hierzu trägt aktuell auch ein staatliches Förderprogramm der KfW (Programm 431 „Energieeffizient Sanieren“, Optimierung der Wärmeverteilung) bei. Wer seine alte Heizungspumpe durch eine Hocheffizienzpumpe ersetzt, erhält einen Zuschuss von 25 Prozent der Gesamtkosten, mindestens aber von 100 Euro.

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