Dünger vom Regenwurm: Mischung aus Kot und Blumenerde

+
Hobbygärtner sollten gut zu Regenwürmern sein. Denn sie sind sehr nützlich. Foto: Stefanie Paul

"Die idealen Hilfsgärtner schlechthin sind – das wusste schon Charles Darwin – die Regenwürmer. Und die billigsten zugleich." Das sagt Herbert Lohner, Referent für Naturschutz beim BUND Berlin. Er empfiehlt den Kot als Dünger zu nutzen.

Berlin (dpa/tmn) - In der Natur gibt es vieles kostenlos, was dem Gärtner und seinen Pflanzen hilft. Es mag nicht jedermanns Sache sein - doch der BUND rät, Wurmkot zu sammeln.

Das Verdauungsprodukt der Regenwürmer ist reich an Nährstoffen und hat eine ideale Krümelstruktur. Wurmkot kann so beim Umtopfen der Zimmerpflanzen mit der Blumenerde vermengt oder im Frühjahr mit in den Blumenkasten gegeben wird.

Man kann sich natürlich auch eine Wurmfarm bauen: In eine Kiste, Wanne oder Tonne, die gut belüftet und dunkel ist, wird etwa drei Zentimeter sandige Erde gefüllt. Darüber kommt Futter für die Regenwürmer, etwa Küchenabfälle wie Obst- und Gemüseschalen, Kaffeefilter und verwelkte Blumen. Obenauf wird dann eingeweichtes Zeitungspapier gelegt. Dann kommen Würmer in die Kiste.

Die Farm sollte so stehen, dass es 15 bis 25 Grad warm ist, damit sich die Würmer wohlfühlen und die Abfälle in Humus verwandeln. Allerdings braucht man recht viele Würmer: Der BUND empfiehlt 500 bis 1000 im Komposthaufen zu sammeln oder bei Wurmzüchtern zu kaufen. Etwa nach drei Monaten ist der Wurmhumus fertig und kann direkt als Blumenerde verwendet werden.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare