Problemfall Gutenbergstraße

"Abzocke" von Parksündern beim Stunikenmarkt

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Eigentlich eindeutig: In die Gutenbergstraße ist die Einfahrt verboten. Am Montag hielt sich daran kaum jemand.

Hamm-Mitte - Verkehrslenkung scheint manchmal Glückssache zu sein – aktuell in Hinsicht auf den Stunikenmarkt und die Sonderbeschilderung im Umfeld. An der Gutenbergstraße tappten am Montag zahlreiche Autofahrer in die Bußgeldfalle.

Der Versuch der Stadt, den Bereich komplett frei zu halten von Verkehr, scheitert gnadenlos: Das an einer Sperrbake angebrachte Schild „Durchfahrt verboten“ wurde allein am Montag von Autofahrern auf der Suche nach Parkplätzen hundertfach missachtet.

Zwei Mitarbeiter des kommunalen Ordnungsdienstes waren nicht nur stundenlang damit beschäftigt, Autofahrer an der Zufahrt auf die Bedeutung des Schildes hinzuweisen.

Bis zu 45 Euro Strafe für Verkehrssünder

Sie schrieben zudem fleißig „Knöllchen“ für Verkehrsteilnehmer, die es „geschafft“ hatten: 30 Euro werden nach Auskunft von Stadtsprecher Tobias Köbberling für das Missachten des Durchfahrtverbots fällig. Weitere 15 Euro kommen hinzu, wenn die Parkplätze vor dem WA-Gebäude benutzt werden.

Verbotsbeschilderung nicht eindeutig

Das betraf Autofahrer, die der am Anfang der Straße – direkt am Parkscheinautomaten – stehenden Beschilderung vertraut haben: dem Gebotsschild „Parkplatz“ mit dem Hinweis „Mit Parkschein eine Stunde“. Und das, obwohl fast daneben ein mobiler Hinweis „Absolutes Halteverbot“ steht, das sich ganz am Ende der durch ein Fahrgeschäft zur Sackgasse gewordenen Gutenbergstraße wiederholt.

„Die Stadt hat eine entsprechende verkehrsrechtliche Anordnung erlassen, um den Bereich für Rettungsfahrzeuge freizuhalten“, erklärte Köbberling auf WA-Anfrage. Den Vorwurf der „Abzocke“ durch Bußgelder für vermeintliche Parkverstöße will er nicht gelten lassen, weil eigentlich von vornherein kein Autofahrer in die Gutenbergstraße hätte einfahren dürfen.

Zur Not abschleppen lassen 

Auf die Frage, ob das Gebotsschild „Parkplatz“ nicht abgehängt werden müsse, räumte der Stadtsprecher ein, dass man sich die Situation wohl noch einmal vor Ort ansehen müsse. Weil sich das Durchfahrtverbot offenbar nicht mit der Beschilderung durchsetzen lässt, sei laut Köbberling auch zu überlegen, die Fahrzeuge abschleppen zu lassen.

Nicht eindeutig geklärt ist zudem, ob die Taxen die Gutenbergstraße befahren dürfen, um ihre sonst üblichen Plätze auf dem Gehweg vor „Kaisers“ zu benutzen. Dass ein Wartebereich für Taxen auf der Königstraße eingerichtet ist, geht laut Köbberling nicht aus der verkehrsrechtlichen Anordnung zum Stunikenmarkt hervor.

Ein weiterer Taxen-Wartebereich auf der Widumstraße wird von Pkw genutzt...

Quelle: wa.de

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