Kirmes-Schausteller versinken im Schlamm

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In eine schlammige Pfützenlandschaft hat der Regen den Platz am Hohefeldweg verwandelt – sehr zum Leidwesen der Schausteller, die dort die nächsten Tage in ihren tonnenschweren Wohnwagen leben werden.

MARK -  Die 80 bis 90 auf dem Hammer Stunikenmarkt vertretenen Schausteller haben zu kämpfen, und zwar mit Wasser und Schlamm. Durch die Terraristika konnten sie ihr Lager nicht, wie sonst üblich, auf dem Platz an den Zentralhallen aufschlagen, sondern mussten auf einen Platz in der Nähe der Feuer- und Rettungswache Ost am Hohefeldweg ausweichen.

Der Boden dort besteht allerdings nur aus Sand und Erdreich, was den Schaustellern am Donnerstag beim Aufbauen ihrer Wohnwagen einiges abverlangte. Durch den anhaltenden Regen war das gesamte Areal eine Schlammwüste. „Mein Gespann ist 21 Meter lang, wobei mein Wohnwagen sechs Tonnen, und meine Zugmaschine zwölf Tonnen wiegt“, erklärt Schausteller Stefan Neumann angesichts der in den Matsch versinkenden Fahrzeuge. Die Schausteller seien es aber gewohnt, sich gegenseitig zu helfen.

Mit Kanthölzern und Wasserwagen werden an den riesigen Wohnwagen Einstellungen vorgenommen, damit die mobilen Wohnungen auch sicher stehen. „Eigentlich hätten wir ja auch auf den Vorplatz des Freibades im Hammer Süden gehen können“, erklärt Neumann. Doch als die Entscheidung vor etwa fünf Wochen fiel, war man sich noch nicht sicher, wie lange das Bad noch geöffnet haben wird. Seine Verkaufswagen kämen zum Glück aber erst heute aus Delmenhorst bei Bremen. Hätte er seine Wagen mit Zuckerwatte, den Grillstand und den Wagen mit frischen Schokoladefrüchten noch zwischenparken müssen, so wären die Probleme größer gewesen.

Stunikenmarkt-Schausteller versinken im Schlamm

Seinem Kollegen Uwe Röhrig geht es ähnlich: Dessen Wagen für seine Blumenverlosung kommen auch erst am Mittwoch von der Kirmes in Arnsberg-Hüsten, dem nach Veranstalterangaben größten Volksfest im Sauerland.

Die Terraristika gehe vor, stellt Schausteller Röhrig fest. Offenbar gehe es aber dabei um richtig viel Geld. Daher könne er die Platzumlegung zwar verstehen, die Auswahl sei aber, bei diesem Wetters, unglücklich gewesen. Jetzt wollen die Schausteller alles daran setzen, einen „tollen Stunikenmarkt“ für ihr Publikum auf die Beine zu stellen.   - pk

Quelle: wa.de

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