Urlauber halten Griechenland die Treue

+
Touristen vor dem Pantheon-Tempel auf der Akropolis in Athen. Die Urlauber haben sich durch die Schuldenkrise nicht von Griechenland-Ferien abhalten lassen. Viele Reiseveranstalter zählten sogar mehr Gäste als im Vorjahr.

Athen - Chaos, Streiks und Demonstranten: Aus Griechenland kamen in diesem Sommer viele beunruhigende Nachrichten. Der Tourismus aber blieb von Aufruhr und Unruhe verschont: Die Urlauber hielten Griechenland die Treue.

Der größte deutsche Reiseveranstalter TUI berichtet von einem zweistelligen Buchungsplus in der nun zu Ende gehenden Sommersaison. „Griechenland war einer der Profiteure des schwächelnden Nordafrika-Geschäfts“, sagt der Chef von TUI Deutschland, Volker Böttcher. Das Land liege in der Urlaubergunst unter allen Ferienregionen immer noch auf Platz vier nach Mallorca, Deutschland und der Türkei.

Nichts geht mehr: Griechenland streikt gegen Sparzwang

Nichts geht mehr: Griechenland streikt gegen Sparzwang

Von der Staatskrise in Griechenland und deren Folgen hätten sich Urlauber zunächst kaum abschrecken lassen. Erst bei den Fluglotsen-undTaxifahrerstreiks seien die Neubuchungen zeitweise zurückgegangen und das Buchungsplus geschmolzen. Dennoch geht die TUI davon aus, dass Griechenland die diesjährige Sommersaison mit einem kräftigen Gästezuwachs beenden wird. Auch bei Thomas Cook liegen die Griechenland- Buchungen insgesamt „um eine höhere einstellige Prozentzahl“ über dem Vorjahresniveau. Besonders beliebt bei Deutschlands großen Veranstaltern waren die größeren griechischen Inseln wie Kreta, Kos, Rhodos und Korfu. Teilweise lockten auch günstigere Preise die Urlauber. Das Preisniveau liege um ein Prozent unter dem des Vorjahres, sagte ein Sprecher.

Lesen Sie auch:

Tui: Vorbereitung auf die Drachme

Aber kaum ist die Saison vorbei, denkt man bei den Veranstaltern schon an die nächste, und dabei spielt die Staatskrise durchaus eine Rolle. Alltours will in der kommenden Sommersaison seine Preise für Griechenland- Reisen um 3,5 Prozent senken. Und die TUI sorgte in der vergangenen Woche mit einer vorgezogenen Währungsumstellung für Furore.

Eva Tasche/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare