Ägypten: Auf den Spuren der Pharaonen

Wo Tutanchamun herkommt

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Endpunkt vieler Nil-Kreuzfahrten - in Luxor warten noch einmal zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie der Luxortempel auf die Urlauber.

Kairo - Tutanchamun ist in Austellungen ein Star - alle wollen die Grabkammer des Pharao sehen. Doch was ist heute noch vor Ort von den alten Dynastien zu sehen? Eine Spurensuche entlang des Nils.

Der ägyptische Pharao zieht alle in seinen Bann. Es ist faszinierend, die originalgetreu nachgebaute Grabkammer zu sehen, in der über 3200 Jahre lang die Mumie des jungen Regenten und die wertvollen Grabbeigaben vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen waren, bis der Engländer Howard Carter sie im Jahr 1922 entdeckte und ausrief: „Ich sehe wunderbare Dinge!“

Während Besucher von Ausstellungen über sorgfältig nachgebaute Repliken staunen, kann man in Ägypten die Originale sehen. Die goldene Totenmaske Tutenchamuns und wesentliche Fundstücke aus dem Grab sind im Ägyptischen Museum in Kairo ausgestellt, die Mumie des Pharaos ist wieder in der ursprünglichen Grabstätte im Tal der Könige bei Theben.

Immer den Nil entlang führt eine Reise auf den Spuren der Antike: Der britische Tourismus-Pionier Thomas Cook, der vor knapp 150 Jahren die Pauschalreise erfand, organisierte von Luxor aus die erste Nilkreuzfahrt durch das Land der Pharaonen.

Der Fuss ist die Lebensader des Landes und durchmisst Ägypten auf 1550 Kilometern Länge von Süden nach Norden. An der Grenze zum Sudan fließt er vorbei an Abu Simbel , wo vor 40 Jahren in einer spektakulären Aktion die beiden Tempel des Ramses II. versetzt wurden, um sie vor dem angestauten Wasser des Assuandammes zu bewahren.

Nördlich der Staumauer passiert der Nil Kom Ombo, wo ein Doppeltempel der Götter Sobek und Haroeris zu sehen ist.

Eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Ägyptens befindet sich in Edfu: der Horus-Tempel. Das fast vollständig erhaltene Bauwerk ist 2300 Jahre alt. Berühmt sind die gut erhaltenen Inschriften. Luxor ist Start und Ziel vieler Nilkreuzfahrten. Vom Schiff aus sieht man den Tempel, der dem Gott Amun geweiht ist. Nur wenige Kilometer weiter nördlich steht der Karnak-Tempel. Die größte Tempelanlage Ägyptens wurde als ein Heiligtum des Gottes Amun-Re errichtet.

Ein kleines Stück flussabwärts liegt Theben, der einstige Mittelpunkt des Pharaonenreichs. Auf dem westlichen Ufer befindet sich neben den Memnonkolossen und dem Tempel der Hatschepsut der Eingang zum Tal der Könige. Hier entdeckte Howard Carter das Grab des Tutanchamun. Insgesamt sind 63 Gräber und Gruben registriert, unter anderem die von Ramses I., Sethos I. und Thutmosis III. Rund 50 Kilometer weiter nördlich befindet sich in Dendera der gut erhaltene Hathor-Tempel. In Abydos findet man Siedlungsspuren aus der Zeit von etwa 3000 vor Christus.

In Mittelägypten passiert der Nil auf dem Weg zur Mündung die Stadt Asyut , wo bei Ausgrabungen Modelle von nubischen Bogenschützen und ägyptischen Lanzenkämpfern gefunden wurden, die heute im Ägyptischen Museum in Kairo gezeigt werden. Weiter nördlich befinden sich in Amarna die Ruinen der Stadt Achet-Aton, die von Pharao Echnaton gegründet wurde.

Kurz vor Kairo fließt der Nil durch die Reste der ehemaligen Hauptstadt Memphis.

Die Goldmaske des Tutanchamun ist eines der wichtigsten Exponate im Ägyptischen Museum in Kairo, wo außerdem die Goldsärge des Pharaos sowie Streitwagen, Amulette und Möbelstücke gezeigt werden. Vor den Toren von Kairo liegen die Pyramiden von Gizeh, die zwischen 2650 und 2500 vor Christus entstanden. Sie sind das einzige noch erhaltene Weltwunder der Antike.

Volker Pfau

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