Trendwende: Bahn stockt Personal auf

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400 Lokführer wurden in den vergangenen elf Monaten bei der Bahn neu angestellt.

Berlin - Die Bahn baut in Deutschland wieder Personal auf. In diesem Jahr seien bis Ende November unterm Strich mehr als 4000 Mitarbeiter hinzugekommen, sagte Deutsche-Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber in Berlin.

Die Belegschaft im Inland ist damit auf 193 500 gewachsen. Die Bahn habe in den ersten elf Monaten so viele Mitarbeiter eingestellt „wie lange nicht mehr“, sagte Weber. Für die Instandhaltung und für den Personenverkehr wurden jeweils rund 1600 neue Vollzeitbeschäftigte gewonnen, davon 520 Zugbegleiter und Servicekräfte im Speisewagen. Außerdem kamen 400 Lokführer neu zur Bahn.

Auch für 2012 sei er „grundsätzlich zuversichtlich“, sagte Weber: „Wir wollen weiterhin 5000 bis 7000 neue Mitarbeiter pro Jahr einstellen oder ausbilden.“ In den nächsten Jahren würden regelmäßig Tausende Kollegen den Konzern verlassen, viele davon verabschieden sich in die Rente. 42 Prozent der Bahnmitarbeiter sind über 50 Jahre alt. Das heißt, dass rund 80 000 Eisenbahner in den kommenden 15 Jahren in den Ruhestand gehen.

Seit der Bahnreform 1994 hatte das Verkehrsunternehmen rund 150 000 Stellen abgebaut. Nun aber gibt es eine Trendwende. Weber sagte, die Bahn wolle „noch schlagkräftiger werden und einem enger werdenden Arbeitsmarkt begegnen“. Dazu habe man unter anderem ein Programm zur Personalgewinnung aufgelegt. Über einen Tarifvertrag mit Leitlinien zu den Themen Personalgewinnung, Mitarbeiterbindung und Altersstruktur verhandelt das bundeseigene Unternehmen ab Januar mit den beiden Bahngewerkschaften.

dpa

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